Der französische Impfstoffentwickler Valneva steht vor entscheidenden Tagen. Während eine Welle von US-Untersuchungen wegen möglicher Wertpapierbetrügereien den Aktienkurs massiv belastet, versucht das Management nun, das Ruder herumzureißen. Auf einer nahenden Investorenkonferenz soll der Fokus weg von den juristischen Problemen und hin zu einem Hoffnungsträger in Brasilien gelenkt werden.
Juristischer Gegenwind aus den USA
Seit Anfang April dominieren Nachrichten über rechtliche Untersuchungen das Bild. Die Kanzlei Pomerantz LLP prüft im Namen von Investoren, ob Valneva und dessen Führungskräfte in Wertpapierbetrug oder andere unrechtmäßige Geschäftspraktiken verwickelt sind. Auslöser war die Phase-3-Studie für den Borreliose-Impfstoffkandidaten PF-07307405. Obwohl Valneva und Partner Pfizer die Daten als positiv darstellten, verfehlte das Vakzin seinen primären Endpunkt – offiziell begründet mit einer zu geringen Anzahl an Krankheitsfällen. Anleger reagierten auf diese Diskrepanz panisch. Auf Monatssicht verzeichnet der Titel mittlerweile einen massiven Verlust von rund 40 Prozent.
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Brasilien als neuer Hoffnungsträger
Um das Vertrauen der institutionellen Anleger zurückzugewinnen, plant das Unternehmen auf der Amsterdamer Life-Sciences-Konferenz am kommenden Mittwoch einen strategischen Schwenk. Im Mittelpunkt der Präsentation soll der Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ stehen. Außerhalb der USA verzeichnet das Präparat durchaus Erfolge: In Brasilien startete kürzlich eine Pilot-Impfkampagne in Zusammenarbeit mit dem biomedizinischen Forschungszentrum Instituto Butantan. Bisher wurden dort mehr als 12.000 Menschen immunisiert, wobei Valneva bis zu 500.000 Dosen für das Programm spendet. Das Land hatte dem Impfstoff bereits im April 2025 als weltweit erster endemischer Staat die Zulassung erteilt.
Verschlossene Türen und finanzielle Reserven
Die Erfolge in Südamerika können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der lukrative US-Markt vorerst verschlossen bleibt. Bereits im Januar zog Valneva die Zulassungsanträge für IXCHIQ in den Vereinigten Staaten freiwillig zurück, nachdem die FDA die Lizenz im Vorjahr ausgesetzt hatte. Marktbeobachter haben die US-Umsätze aus ihren Modellen gestrichen und rechnen auch in Europa mit einer eher verhaltenen Nachfrage.
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Finanziell steht das Unternehmen vorerst stabil da: Die Barreserven belaufen sich auf knapp 110 Millionen Euro, während die sogenannte Cash-Burn-Rate um 21 Prozent gesenkt wurde. Zudem hält Partner Pfizer an dem Plan fest, in der zweiten Jahreshälfte 2026 die regulatorischen Anträge für den Borreliose-Impfstoff einzureichen.
Die Präsentation in Amsterdam markiert den ersten direkten Kontakt mit Großinvestoren seit dem jüngsten Kursrutsch und den darauffolgenden Klageankündigungen. Die nächste konkrete Bewertungsgrundlage für den Markt steht bereits fest: Am 7. Mai 2026 veröffentlicht Valneva die Finanzzahlen für das erste Quartal. Diese Daten werden belegen, wie stark der Rückzug aus dem US-Markt die Bilanz tatsächlich belastet.
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