Ein gescheiterter Endpunkt, ein einbrechender Kurs und jetzt eine Anlegerklage. Für Valneva verdichten sich die Probleme.
Die US-Kanzlei Pomerantz LLP untersucht seit dem 26. April mögliche Wertpapierbetrugsansprüche gegen den französischen Impfstoffhersteller und einige seiner Manager. Auslöser ist die Veröffentlichung der Phase-3-Ergebnisse für den Lyme-Impfstoffkandidaten LB6V am 23. März.
Primärer Endpunkt verfehlt
Valneva und Partner Pfizer bezeichneten die Daten aus der VALOR-Studie als positiv. Das Problem: Der primäre Endpunkt wurde nicht erreicht. Als Begründung nannten die Unternehmen eine unerwartet niedrige Fallzahl im Studienzeitraum.
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Die Reaktion der Märkte war eindeutig. Die US-Hinterlegungsscheine von Valneva brachen am selben Tag um rund 37 Prozent ein. Genau diese Diskrepanz — positive Kommunikation, verfehlter Endpunkt — interessiert die Kanzlei Pomerantz nun.
Analysten ziehen die Reißleine
Goldman Sachs stufte die Aktie am 22. April auf „Sell“ herab und setzte ein Kursziel von 4,90 Dollar. Die Bank verwies auf den unklaren Zulassungsweg für den Lyme-Impfstoff und fehlende Wachstumstreiber. Hinzu kommen strukturelle Schwächen: eine negative Bruttomarge von zehn Prozent und EBITDA-Verluste von 76 Millionen Dollar in den vergangenen zwölf Monaten.
Wall Street Zen folgte einen Tag später mit einem „Strong Sell“. Unter den Analysten insgesamt gilt die Aktie im Schnitt als „Hold“ mit einem Kursziel von 11,98 Dollar — weit entfernt vom aktuellen Niveau.
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Kurs nahe Jahrestief
Die Valneva-Aktie notiert in Frankfurt bei 2,35 Euro und damit fast auf dem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 39 Prozent verloren. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 3,94 Euro — der aktuelle Kurs unterschreitet ihn um mehr als 40 Prozent.
Neben dem VALOR-Rückschlag belastet auch der frühere Rückzug des Reiseimpfstoffs Ixchiq das Bild. Valneva hat damit innerhalb kurzer Zeit zwei wichtige Produktkatalysatoren verloren.
Ob die Pomerantz-Untersuchung zu einer formellen Sammelklage führt, ist noch offen. Für den Aktienkurs entscheidend wird sein, ob Valneva und Pfizer einen alternativen Zulassungsweg für LB6V skizzieren können — und wann.
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