Der französische Impfstoffspezialist Valneva steht vor einem potenziell wegweisenden Wendepunkt. Partner Pfizer wird voraussichtlich noch in den kommenden Wochen die entscheidenden Phase-3-Daten zum Lyme-Borreliose-Impfstoff VLA15 veröffentlichen – ein Kandidat, der zum ersten zugelassenen Impfstoff gegen die weltweit am häufigsten durch Zecken übertragene Erkrankung werden könnte. Mit einem Auftritt beim Jefferies Biotech Summit in Miami am 10. März nutzt das Management die Gelegenheit, institutionelle Investoren auf die bevorstehenden Katalysatoren einzuschwören.
Roadshow mit klarem Fokus
CEO Thomas Lingelbach und CFO Peter Buhler werden auf mehreren Investorenkonferenzen in den USA und Europa die strategischen Prioritäten des Unternehmens präsentieren. Neben dem Jefferies Summit in Miami steht am 15. April die Van Lanschot Kempen Life Sciences Conference in Amsterdam auf dem Programm. Im Zentrum der Gespräche: der erwartete Topline-Datenabruf für VLA15 im ersten Halbjahr 2026.
Sollten die Ergebnisse positiv ausfallen, plant Pfizer noch in diesem Jahr die Einreichung eines Zulassungsantrags bei der US-Arzneimittelbehörde FDA sowie bei der europäischen EMA. Für Valneva würde eine erfolgreiche Markteinführung Meilensteinzahlungen von 143 Millionen US-Dollar sowie laufende Umsatzbeteiligungen zwischen 14 und 22 Prozent bedeuten – zusätzlich zu weiteren umsatzbasierten Meilensteinen von bis zu 100 Millionen Dollar.
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Solide Basis trotz schrumpfender Cashreserven
Die vorläufigen Zahlen für 2025 zeigen ein gemischtes Bild. Die Gesamterlöse stiegen leicht auf 174,7 Millionen Euro, während die Produktumsätze mit 157,9 Millionen Euro nahezu stabil blieben. Das Wachstum der eigenen Reiseimpfstoffe – zu konstanten Wechselkursen ein Plus von 9 Prozent – konnte den geplanten Rückgang der Drittanbieter-Umsätze um 42,3 Prozent teilweise kompensieren.
Deutlicher fällt der Rückgang der liquiden Mittel aus: Diese sanken zum Jahresende 2025 auf 109,7 Millionen Euro, nach 168,3 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Für 2026 erwartet Valneva Gesamterlöse zwischen 155 und 170 Millionen Euro, wobei die niedrigere Prognose das weitere Auslaufen der Drittanbieter-Geschäfte widerspiegelt.
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Shigella-Programm als zweite Option
Neben VLA15 treibt Valneva die Entwicklung eines Impfstoffs gegen Shigellen voran – Bakterien, die vor allem in Entwicklungsländern schwere Durchfallerkrankungen verursachen. Der Kandidat S4V2 erhielt im Oktober 2024 die Fast-Track-Designation der FDA. Erste Phase-2-Daten werden in Kürze erwartet, eine Entscheidung über die weitere Entwicklung soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 fallen. Der globale Markt für einen solchen Impfstoff wird auf über 500 Millionen Dollar jährlich geschätzt.
Am 16. März folgen die geprüften Jahresergebnisse 2025. Bis dahin dürfte der Fokus der Investoren klar auf der Frage liegen, wann genau Pfizer die VLA15-Daten präsentiert – und ob diese die Erwartungen erfüllen.
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