Eine Impfstoff-Wirksamkeit von über 70 Prozent feiert die Börse normalerweise mit Kursgewinnen. Bei Valneva passierte am Montag genau das Gegenteil: Ein statistisches Detail in den Phase-3-Daten löste einen massiven Ausverkauf aus und rasierte zeitweise fast 40 Prozent der Marktkapitalisierung. Während Anleger flüchten, hält Pharmagigant Pfizer stur an den gemeinsamen Zulassungsplänen fest.
Tückische Statistik
Der gemeinsam entwickelte Lyme-Borreliose-Kandidat PF-07307405 verhinderte in der zulassungsrelevanten VALOR-Studie zuverlässig Infektionen. Auch Sicherheitsbedenken traten nicht auf. Das Problem lag tief in den Daten verborgen. Wegen einer unerwartet geringen Zahl an Infektionsfällen im Studienzeitraum rutschte das untere Ende des Konfidenzintervalls in der ersten Analyse mit 15,8 Prozent knapp unter die geforderte Marke von 20 Prozent.
Die Börse strafte diese fehlende statistische Robustheit sofort ab und ließ den Kurs zeitweise um 38 Prozent einbrechen. Gestern beendete das Papier den Handel bei 2,83 Euro. Anleger gewichten die exakte Treffsicherheit auf den primären Endpunkt offensichtlich höher als die reine Wirksamkeitskennzahl der Vakzine.
Lukrative Meilensteine im Visier
Pfizer bewertet die Situation völlig anders. Da eine zweite, vordefinierte Analyse den statistischen Schwellenwert mit 21,7 Prozent erfolgreich knackte, sieht der US-Konzern die Datenlage als ausreichend an. Noch im laufenden Jahr 2026 sollen die Anträge bei der FDA und der Europäischen Arzneimittelagentur eingereicht werden. Für Valneva steht dabei viel auf dem Spiel. Eine erfolgreiche Zulassung spült initiale Meilensteinzahlungen von 143 Millionen US-Dollar in die Kasse, flankiert von künftigen umsatzabhängigen Lizenzgebühren.
Rückenwind könnte das Projekt durch die aktuelle US-Gesundheitspolitik erhalten, da der Bedarf an Borreliose-Behandlungen in Washington durch Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. explizit hervorgehoben wurde. Unabhängig vom Ausgang des Zulassungsverfahrens treibt Valneva parallel sein zweites wichtiges Pipeline-Asset voran. Mitte 2026 werden erste Daten aus zwei Phase-2-Studien zum Shigella-Impfstoffkandidaten erwartet. Bis dahin richtet sich der Fokus voll auf die Reaktion der Behörden auf das Borreliose-Dossier, dessen Markteinführung weiterhin für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant ist.
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