Valneva kämpft an der Börse um eine stabile Basis. Während der Kurs sich mühsam von seinem Tief löst, verschärft sich der Wettbewerb bei Borreliose-Impfstoffen. Ein US-Konkurrent hat einen wichtigen regulatorischen Meilenstein erreicht.
Neue Konkurrenz bei Borreliose
Der Impfstoff-Kandidat VLA15 gilt als der zentrale Wachstumstreiber für Valneva. Bisher führten die Franzosen das Feld gemeinsam mit Pfizer an. In einer klinischen Studie erreichte das Mittel eine Wirksamkeit von rund 73 Prozent.
Nun rückt Tonix Pharmaceuticals näher. Das US-Unternehmen erhielt von der US-Gesundheitsbehörde FDA positive Signale für einen neuen Wirkstoff. Dieser Ansatz könnte Borreliose-Infektionen schneller vorbeugen als eine herkömmliche Impfung. Pfizer plant die Zulassungsanträge für VLA15 weiterhin für Ende 2026. Das Marktumfeld wird jedoch enger.
Lieferprobleme und Sparzwang
Operative Hürden belasten das Geschäft zusätzlich. In Großbritannien ist der Chikungunya-Impfstoff Ixchiq derzeit vergriffen. Dieser Lieferengpass trifft Valneva zu einem kritischen Zeitpunkt. Das Unternehmen will sein kommerzielles Portfolio gerade erst skalieren.
Parallel dazu läuft ein radikaler Umbau der Firmenstruktur. Das Management streicht bis zu 15 Prozent der Stellen, um die Kosten zu senken. Die Maßnahme soll bis zum Jahr 2027 in die finanzielle Unabhängigkeit führen.
Die Aktie notiert aktuell bei 2,20 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf rund 41 Prozent. Mitte August veröffentlicht Valneva den Halbjahresbericht. Diese Zahlen werden zeigen, ob die Sparmaßnahmen beim Cash-Burn greifen und der Zeitplan für die Borreliose-Zulassung hält.
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