Valneva hat ein Problem. Nicht nur, dass die Aktie auf ein neues 52-Wochen-Tief gefallen ist — die Analysten sind so gespalten wie selten bei einem Biotech-Wert dieser Größe.
Goldman Sachs hat die Aktie von neutral auf Verkaufen herabgestuft. Der Kurs fiel daraufhin auf 2,33 Euro — der tiefste Stand seit einem Jahr. Zum Vergleich: Das 52-Wochen-Hoch lag bei 5,42 Euro.
Lyme-Impfstoff: Teilerfolg oder Rückschlag?
Der Kern des Streits ist Valnevas Lyme-Impfstoffprogramm. Der Phase-III-Trial verfehlte den primären Endpunkt knapp. In der Per-Protokoll-Analyse lag die Wirksamkeit bei 73,2 Prozent — zu wenig für das vorgegebene Ziel. In einer zweiten vordefinierten Analyse erreichte der Impfstoff 74,8 Prozent und damit statistische Signifikanz.
Jefferies wertet das als ausreichend und hält an seiner Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 15 Dollar fest. Guggenheim bleibt ebenfalls bei Kaufen, senkte das Kursziel aber auf 11 Dollar. Die Erfolgswahrscheinlichkeit für den gemeinsam mit Pfizer entwickelten Kandidaten PF-07307405 schätzt Guggenheim nun auf 65 Prozent — nach zuvor 75 Prozent.
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Goldman Sachs sieht das anders. Die Bank zweifelt an einem klaren Zulassungsweg. Hinzu kommen ein negativer Bruttogewinn und EBITDA-Verluste von 76 Millionen Dollar in den vergangenen zwölf Monaten. Obendrein fehlt es dem Unternehmen laut Goldman an weiteren Kurstreibern.
Zahlen am 7. Mai
Fünf Analysten decken die Aktie ab: drei mit Kaufen, zwei mit Verkaufen. Das Konsenskursziel liegt bei 11,98 Dollar — fast fünfmal so hoch wie der aktuelle Kurs.
Guggenheim erwartet für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 49,1 Millionen Euro. Das liegt über dem FactSet-Konsens von 45,1 Millionen Euro. Getragen werden soll das vor allem von den Reiseimpfstoffen Ixiaro und Dukoral.
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Am 7. Mai legt Valneva die Quartalszahlen vor. Kurz darauf folgt der nächste Datenpunkt: Ein weiteres Phase-III-Ergebnis für den Lyme-Impfstoff ist für die erste Jahreshälfte 2026 angekündigt.
Milliarden-Meilensteine als Joker
Bei einem Erfolg winken erhebliche Zahlungen aus der Pfizer-Partnerschaft: 143 Millionen Dollar bei Zulassung, Lizenzgebühren zwischen 14 und 22 Prozent sowie bis zu 100 Millionen Dollar in weiteren Meilensteinen. Das ist die Wette, die Jefferies und Guggenheim eingehen. Goldman hält sie für zu riskant.
Welche Seite recht behält, dürfte sich spätestens mit den Zulassungsanträgen in den USA und Europa zeigen — beide sind noch für dieses Jahr geplant.
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