Tech-Giganten stecken ihr Kapital aktuell lieber in Künstliche Intelligenz als in Aktienrückkäufe. Einkommensorientierte Anleger ziehen daraus Konsequenzen. Sie schichten massiv in traditionelle Dividendenwerte um. Der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF (TDIV) profitiert davon wie kaum ein anderer Fonds.
Die jüngste Ausschüttung ist gerade abgewickelt. Anleger erhielten Mitte Juni exakt 0,81 Euro je Anteil. Auf Sicht von zwölf Monaten summieren sich die Zahlungen damit auf 1,65 Euro.
Der Fonds notiert aktuell bei gut 52 Euro. Auf Jahressicht verbucht der ETF einen satten Kursgewinn von gut 24 Prozent. Die nächste Quartalsdividende folgt im September. VanEck peilt hier 0,36 Euro an.
Milliardenzuflüsse und Bestnoten
Das verwaltete Vermögen erreichte Mitte Juni die Marke von acht Milliarden Euro. Der TDIV war im ersten Quartal der meistverkaufte europäische Dividendenfonds. Weltweit flossen Dividendenfonds in diesem Zeitraum 24 Milliarden Dollar zu.
Die Ratingagentur Morningstar bestätigte kürzlich ihre Bestnote von fünf Sternen. Auf Sicht von fünf Jahren lieferte der ETF eine jährliche Rendite von 17,9 Prozent. Der Durchschnitt der Konkurrenz schaffte lediglich 8,3 Prozent. Die günstigen Gebühren von 0,38 Prozent pro Jahr stützen diesen Vorsprung.
Strenge Filter für 100 Aktien
Der zugrundeliegende Index wählt exakt 100 Aktien aus. Die Kriterien sind streng. Unternehmen dürfen nicht mehr als 75 Prozent ihres Gewinns ausschütten. Ferner muss die aktuelle Dividende mindestens dem Niveau von vor fünf Jahren entsprechen. Nachhaltigkeitsfilter sortieren umstrittene Branchen vorab aus.
Finanzwerte dominieren das Portfolio mit einem Gewicht von 31 Prozent. Der Energiesektor folgt mit 20 Prozent. Beide Branchen profitieren von höheren Zinsen und stabilen Rohstoffpreisen. Geografisch geben die USA mit knapp 24 Prozent den Ton an.
Das Portfolio konzentriert sich stark auf wenige Schwergewichte. Die zehn größten Positionen machen mehr als 35 Prozent des Fondsvermögens aus. Exxon Mobil führt die Liste mit 5,64 Prozent an. Verizon und TotalEnergies folgen auf den weiteren Plätzen.
Neue Variante für Steuerzwecke
Im April legte VanEck eine neue Variante des Fonds auf. Der TDVX schließt US-Aktien aus und reinvestiert die Erträge direkt. Dieser Schritt hat regulatorische Gründe. Der klassische TDIV sitzt in den Niederlanden. Die Folge: Steuervorteile für Einheimische, aber keine thesaurierende Anteilsklasse.
Der neue irische Schwesterfonds sammelte bis Mitte Juni knapp neun Millionen Dollar ein. Für den etablierten TDIV steht indes das nächste Großereignis fest. Im Dezember überprüft der Indexanbieter die Zusammensetzung des Portfolios. Dann entscheidet sich endgültig, welche Unternehmen im kommenden Jahr zu den Dividendenführern gehören.
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