Der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF rückt seinem bisherigen Höchststand immer näher. Am Donnerstag notiert der Indexfonds bei 55,29 Euro, ein Plus von 0,58 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss. Vom 52-Wochen-Hoch, das der ETF erst am Dienstag markierte, trennen ihn inzwischen nur noch 0,66 Prozent.

Europäische Rally liefert Rückenwind

Getragen wird die Bewegung von der breiten Stärke der europäischen Aktienmärkte. Der STOXX 600 erreichte in dieser Woche mit 660,22 Punkten ein Rekordhoch, ein Plus von 0,5 Prozent. Reuters führte den Anstieg auf eine starke Berichtssaison der Unternehmen und auf nachlassende Spannungen im Nahen Osten zurück, nachdem sich zuletzt Signale für eine Annäherung zwischen den USA und dem Iran verdichtet hatten. Für einen breit gestreuten Dividendenfonds wie den VanEck-ETF wirkt eine solche marktweite Aufwärtsbewegung stützend, da sie nicht von einzelnen Ausreißern abhängt, sondern viele Titel aus den entwickelten Märkten gleichzeitig erfasst.

Routinemeldung zum Nettoinventarwert

Parallel zur Kursentwicklung veröffentlichte VanEck am Donnerstag turnusgemäß die Nettoinventarwerte seiner UCITS-ETF-Palette, zu der auch der Dividend-Leaders-Fonds zählt. Über die konkrete Zusammensetzung oder etwaige Anpassungen machte die Fondsgesellschaft in dieser Mitteilung keine weiteren Angaben. Solche Veröffentlichungen gehören zum laufenden Berichtswesen und liefern für sich genommen keinen Hinweis auf strategische Veränderungen im Portfolio.

Technisches Bild bleibt konstruktiv

Der Fonds bildet den Morningstar Developed Markets Dividend Leaders Index nach und bündelt damit dividendenstarke Titel aus den entwickelten Industrieländern. Das technische Bild unterstützt die jüngste Stärke: Der ETF handelt spürbar über seinen kurz- wie auch langfristigen gleitenden Durchschnitten, und der Momentum-Indikator deutet auf eine leicht überkaufte, aber intakte Aufwärtsbewegung hin. Nach einer kräftigen Erholung von den Jahrestiefs im vergangenen Sommer und deutlichen Zugewinnen im laufenden Jahr bleibt die Schwankungsbreite des Fonds vergleichsweise moderat. Das spricht dafür, dass Anleger die Rally bislang nicht als spekulativen Ausschlag, sondern als fortgesetzten Trend werten. Sollte der ETF sein bisheriges Hoch in den kommenden Handelstagen überschreiten, wäre dies der nächste Meilenstein einer Erholung, die seit dem vergangenen Jahrestief bereits deutlich an Fahrt gewonnen hat.