Der VanEck Seltene Erden ETF verzeichnete am heutigen Montag einen deutlichen Rücksetzer und nähert sich seinem Jahrestief an. Belastet wird der thesaurierende Fonds vor allem durch Kursverluste bei großen australischen Minenwerten sowie durch eine uneinheitliche Preisentwicklung bei den zugrunde liegenden Rohstoffen. Der heutige Kursrückgang um 3,2 % führt dazu, dass das Papier bei 10,34 € notiert.
Medienberichten zufolge litten am heutigen Handelstag insbesondere die in Australien gelisteten Branchengrößen Lynas Rare Earths und die PLS Group. Während Lynas einen Rückgang von 3,1 % verbuchte, gab die PLS Group um 3,7 % nach. Diese Abgaben stehen im Kontext einer allgemeinen Schwäche im Bergbausektor, die den gesamten Bereich der strategischen Metalle erfasst hat und den ETF damit unmittelbar unter Druck setzt.
Preisdruck bei Schlüsselrohstoffen
Zusätzlicher Gegenwind kam von den Rohstoffmärkten selbst. Laut Berichten von SMM zeigten sich die Preise für wichtige Oxide wie Terbiumoxid und Dysprosiumoxid zuletzt schwächer.
Andere Produkte im Segment der Seltenen Erden entwickelten sich zwar uneinheitlich, konnten den Abwärtstrend des breiteren Marktes jedoch nicht stoppen. Diese Preisdynamik beeinflusst die Bewertung der im Portfolio enthaltenen Unternehmen direkt, da sie die Erlöserwartungen der Produzenten dämpft.
In China wurden zudem wichtige Weichenstellungen für das vierte Quartal 2026 bekannt. Die Unternehmen Baotou Steel und China Northern Rare Earth kündigten am Freitag eine Preisvereinbarung für Seltene-Erden-Konzentrate an. Der vorgeschlagene Transaktionspreis beläuft sich auf 38.769 RMB pro Tonne.
Diese Kalkulation erfolgt auf Trockenbasis bei einem Gehalt an Seltenoxid von 50 % und versteht sich ohne Steuern. Solche industriellen Preisrunden gelten als zentraler Indikator für die kurzfristige Margenentwicklung im Sektor.
Charttechnische Lage spitzt sich zu
Durch den erneuten Kursrutsch rückt das 52-Wochen-Tief, das erst am heutigen Montag bei 10,32 € markiert wurde, wieder gefährlich nahe. Die psychologisch wichtige Marke wurde im Tagesverlauf fast erreicht, was die angespannte Stimmung unter den Anlegern unterstreicht. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust für Investoren des Fonds bereits auf 18 %, womit sich der Abwärtstrend der vergangenen Monate weiter beschleunigt hat.
Trotz der prekären Lage am unteren Ende der Handelsspanne liefert die technische Analyse einen interessanten Anhaltspunkt für Beobachter. Der Relative-Stärke-Index (RSI) für einen Zeitraum von 14 Tagen ist mittlerweile auf einen Wert von 26,2 gesunken.
In der Marktlehre gilt ein Niveau unter der Marke von 30 oft als Indiz für einen überverkauften Zustand. Dies könnte theoretisch das Potenzial für eine technische Gegenbewegung erhöhen, sofern sich die Preise für strategische Metalle stabilisieren und der Verkaufsdruck im australischen Minensektor nachlässt.
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