Ein neues Sparprogramm der US-Regierung könnte zur dauerhaften Kapitalquelle für globale Aktienmärkte werden. Am 4. Juli 2026, dem 250. Jahrestag der USA, startete Washington offiziell die sogenannten „Trump Accounts“. Der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF gehört zu den Fonds, die von diesem Programm profitieren könnten.

Ein Sparkonto von Geburt an

Das Prinzip ist einfach. Jedes zwischen 2025 und 2028 geborene Kind erhält vom Staat eine Starthilfe von 1.000 US-Dollar. Eltern dürfen jährlich bis zu 5.000 Dollar einzahlen, Arbeitgeber bis zu 2.500 Dollar zusätzlich.

Das Finanzministerium wickelt das Programm gemeinsam mit BNY und Robinhood ab. Als Standardanlage dient der State Street SPDR S&P 500 ETF. Die Plattform lässt aber auch andere kostengünstige Indexfonds zu — darunter Angebote von Vanguard und BlackRock.

Genau das rückt den breit gestreuten Vanguard-Fonds ins Zentrum eines Programms, das nach Schätzung des Finanzministeriums langfristig Billionen-Volumen erreichen könnte. Bis Mitte Juni 2026 hatten sich bereits über 6 Millionen Kinder registriert. 1,4 Millionen davon erhielten bereits die staatliche Starteinzahlung von 1.000 Dollar.

Kurs nähert sich altem Rekord

Der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF schloss am Freitag bei 165,90 Euro. Das entspricht einem Tagesplus von 0,72 Prozent. Damit fehlen dem Fonds nur noch 0,72 Prozent bis zu seinem 52-Wochen-Hoch von 167,10 Euro, aufgestellt am 22. Juni 2026.

Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 13,65 Prozent zu Buche. Auf Sicht von zwölf Monaten summiert sich der Anstieg sogar auf 26,43 Prozent. Vom 52-Wochen-Tief bei 130,24 Euro, erreicht am 4. Juli 2025, hat sich der Kurs um mehr als ein Viertel entfernt.

Die technischen Indikatoren zeigen einen Fonds im klaren Aufwärtstrend. Der Freitagsschluss liegt 10,78 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 149,75 Euro und 2,96 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt. Mit einem RSI von 59,6 bewegt sich der Fonds in neutralem bis leicht bullischem Terrain — überkauft ist er noch nicht.

Konzerne springen mit auf

Neben dem Staat beteiligen sich auch private Geldgeber. Der Speicherchip-Hersteller Micron sagte 250 Millionen Dollar zu. Die Michael & Susan Dell Foundation legt mit 6,25 Milliarden Dollar deutlich mehr nach — als sogenannte „Mini-Seeds“ für Kinder aus einkommensschwachen Regionen.

Auch große Banken ziehen mit. JPMorgan Chase und Bank of America kündigten an, Einzahlungen für Kinder ihrer Mitarbeiter zu verdoppeln.

Die Konten sind bis zum 18. Geburtstag des Kindes gesperrt. Genau diese lange Bindungsfrist macht sie für Fondsanbieter interessant: Aus einem einmaligen Programmstart wird ein wiederkehrender Kapitalstrom in globale Aktienmärkte. Erreichen die Begünstigten die Volljährigkeit, wandeln sich die Konten automatisch in reguläre IRA-Altersvorsorgekonten um. Das Kapital bleibt damit über Jahrzehnte im regulierten Anlagesystem gebunden.