Ein Jahr nach Donald Trumps radikalen Zollankündigungen ordnen Investoren ihre Portfolios weltweit neu. Der sogenannte „Sell America“-Trend gewinnt an Fahrt, da Anleger gezielt Alternativen zum hoch bewerteten US-Markt suchen. Für breit aufgestellte Welt-Portfolios entsteht dadurch ein massives Spannungsfeld zwischen der historischen US-Dominanz und einem neuen globalen Aufschwung.
Auslöser für das Umdenken war der sogenannte „Liberation Day“ im April 2025. Die damals verkündeten länderspezifischen Zölle der US-Regierung sorgten für erhebliche Verwerfungen. Seitdem meiden viele Marktteilnehmer gezielt US-Vermögenswerte. Indizes wie der Shanghai Composite oder der japanische Nikkei 225 warfen in den vergangenen zwölf Monaten höhere Renditen ab als die großen Wall-Street-Barometer.
Das Klumpenrisiko im Welt-Portfolio
Der Vanguard FTSE All-World ETF bildet die Wertentwicklung von rund 4.200 Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern ab. Die Gewichtung nach Marktkapitalisierung führt jedoch zu einer enormen Schlagseite. US-Konzerne machen fast zwei Drittel des Index aus. Allein der Technologiesektor rund um Schwergewichte wie Nvidia, Microsoft und Alphabet beansprucht knapp 30 Prozent des Portfolios für sich.
Genau diese Tech-Giganten gerieten zuletzt trotz solider Gewinne unter Druck. Hohe Bewertungen und steigende Investitionskosten für Künstliche Intelligenz verunsichern die Anleger. Die Performance des ETFs ist somit stark an einen Sektor gebunden, der zunehmend Gegenwind erfährt.
Schwellenländer übernehmen die Führung
Während die US-Märkte auf hohem Niveau stagnieren, treibt der Rest der Welt die Rendite. Europäische und japanische Aktien verzeichneten zuletzt stärkere Zuwächse, gestützt durch eine Aufhellung der regionalen Wirtschaftsaussichten und Kapitalabflüsse aus den USA. Noch deutlicher ist die Dynamik in den Schwellenländern. Analysten erwarten für diese Region im laufenden Jahr ein Gewinnwachstum von 21 Prozent. Für die USA und andere Industrienationen liegen die Schätzungen lediglich bei 15 beziehungsweise 13 Prozent.
Von dieser Entwicklung profitiert der ETF direkt durch seinen 35- bis 40-prozentigen Anteil an Nicht-US-Werten. Das makroökonomische Umfeld bleibt derweil angespannt. Ein globaler Basiszoll von 10 Prozent ist bis Juli 2026 festgeschrieben, während jüngste Untersuchungen der US-Regierung gegen Handelspartner wie die EU, Japan und China auf zusätzliche Importabgaben hindeuten.
Die Abkehr vom Narrativ der amerikanischen Ausnahmestellung manifestiert sich bereits in den harten Zahlen. Seit den Zollankündigungen im Frühjahr 2025 stieg der MSCI USA in britischen Pfund gerechnet um 14 Prozent, während der breitere MSCI All Country World Index um 18 Prozent zulegte. Die anhaltenden Handelskonflikte und das hohe US-Haushaltsdefizit zwingen Investoren dazu, ihre Kapitalallokation langfristig breiter über verschiedene Regionen zu streuen.
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