Im September 2026 ändert sich die Zusammensetzung eines der wichtigsten globalen Aktienindizes. FTSE Russell stuft Griechenland vom fortgeschrittenen Schwellenland zum Industrieland hoch — mit direkten Folgen für den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF USD Accumulation, der diesen Index abbildet.
Griechenlands Aufstieg in die Developed Markets
Die Hochstufung tritt am 21. September 2026 in Kraft. Damit folgt FTSE Russell auf S&P Dow Jones Indices und MSCI, die Griechenland bereits zuvor als Industrieland anerkannt hatten. Hinter der Entscheidung stehen konkrete Fortschritte: Das reale BIP-Wachstum lag zwischen 2021 und 2024 im Schnitt bei 4,75 Prozent jährlich. Die Staatsverschuldung sank von knapp 210 Prozent des BIP im Jahr 2020 auf rund 155 Prozent bis 2024.
In den FTSE Developed Markets Index aufgenommen werden voraussichtlich Eurobank, National Bank of Greece, Piraeus Bank, Alpha Bank, PPC, OPAP, OTE, Titan Cement, Bank of Cyprus und Cenergy Holdings.
Das unmittelbare Gewicht bleibt überschaubar. Griechenland dürfte im entwickelten Marktindex auf rund 0,05 bis 0,08 Prozent kommen — passiv verwaltete Fonds werden entsprechend begrenzte, aber positive Zuflüsse auslösen. Parallel dazu wird Vietnam vom Frontier- in den Secondary-Emerging-Market-Status hochgestuft, ebenfalls zum 21. September 2026.
Rückenwind durch Dollar-Schwäche und Bewertungslücke
Die Indexänderung trifft auf ein Marktumfeld, das einem global diversifizierten Fonds wie diesem in die Hände spielt. Der US-Dollar hat seit Jahresbeginn mehr als 10 Prozent verloren — die schwächste erste Jahreshälfte seit dem Ölpreisschock 1973. Ein schwächerer Dollar erhöht mechanisch die USD-denominierten Renditen nicht-amerikanischer Positionen.
Das spiegelt sich in den Renditen wider: Der globale Aktienmarkt ex-USA legte 2025 in Dollar gerechnet um 32 Prozent zu, während der US-Markt 17 Prozent gewann. Nicht-US-Aktien handeln trotz dieser Aufholbewegung weiterhin mit erheblichem Abschlag gegenüber amerikanischen Titeln.
Vanguards eigener Ausblick für 2026 prognostiziert für Nicht-US-Aktien durchschnittliche Jahresrenditen von 4,9 bis 6,9 Prozent über die nächsten zehn Jahre — gegenüber 4 bis 5 Prozent für US-Aktien. FTSE Russell sieht Schwellenländer nach Jahren der Underperformance in einer strukturellen Neubewertungsphase, gestützt durch Gewinnwachstum, günstigere Bewertungen und solidere Fiskalpolitik.
Fonds mit 35 Milliarden Euro nahe am Jahreshoch
Der Fonds verwaltet rund 35 Milliarden Euro und ist damit der größte ETF auf den FTSE All-World Index. Die laufenden Kosten betragen 0,19 Prozent jährlich, Dividenden werden thesauriert. Der Kurs notiert aktuell bei 153,50 Euro — knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 154,04 Euro — und liegt seit Jahresbeginn rund 5 Prozent im Plus.
Mit der Hochstufung Griechenlands, dem Eintritt Vietnams in die Schwellenmarktindizes und der anhaltenden Rotation weg von US-Aktien steht der September 2026 für eine der umfangreichsten Indexrevisionen der jüngeren Vergangenheit. Für den Fonds bedeutet das vor allem eines: mehr Breite in einem Marktumfeld, das breit aufgestellten Portfolios gerade Auftrieb gibt.
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