Volle Auftragsbücher treffen auf blockierte Handelswege. Bei der VAT Group klafft im ersten Quartal 2026 eine Lücke zwischen dem, was Kunden bestellen, und dem, was das Unternehmen tatsächlich ausliefern kann. Geopolitische Spannungen im Mittleren Osten erweisen sich als unerwarteter Bremsklotz für den Schweizer Halbleiterzulieferer.
Die Nachfrage nach Vakuumlösungen für die Chipindustrie ist ungebrochen. Das unterstreicht der aktuelle „Book-to-Bill“-Wert von 1,6 eindrucksvoll. Pro 100 Franken fakturiertem Umsatz fließen derzeit 160 Franken an Neuaufträgen ein. Eigentlich ein Grund zum Feiern, wäre da nicht die hinkende Logistik.
Umsatzprognose nach unten korrigiert
Wegen Verzögerungen in der weltweiten Lieferkette kann VAT die hohe Nachfrage derzeit nicht schnell genug in Umsatz ummünzen. Ursprünglich peilte das Management für das erste Quartal Erlöse zwischen 240 und 260 Millionen CHF an. Realistisch erscheinen nun eher 215 Millionen CHF. Es handelt sich dabei primär um ein Problem der zeitlichen Verschiebung: Die Aufträge sind vorhanden, die Ware verlässt das Werk jedoch später als geplant.
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Wechsel im Verwaltungsrat
Parallel zur operativen Lage steht eine personelle Zäsur an. Hermann Gerlinger wird sein Mandat im Verwaltungsrat zur Generalversammlung am 28. April 2026 niederlegen. Dieser Abgang markiert einen Umbruch im Aufsichtsgremium, während das operative Geschäft mit den Folgen der geopolitischen Instabilität ringt.
Am 16. April 2026 legt die VAT Group die detaillierten Quartalszahlen vor. Dann muss das Management konkretisieren, ob die Logistikprobleme als Einmaleffekt verpuffen oder die Effizienz dauerhaft belasten. Trotz der kurzfristigen Dämpfer bleibt die Ertragsseite mit einer geschätzten Dividende von 7,00 CHF für das laufende Jahr ein substanzieller Faktor für die Bewertung.
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