Verbraucherpreise steigen im September auf 3,3 Prozent

Teurere Mineralölprodukte ließen die Teuerung anziehen, während Strom, Gas und Butter günstiger wurden.

KI-generiertes Symbolbild
Symbolbild, KI-generiert
Kurz & knapp:
  • Verbraucherpreise stiegen binnen Jahresfrist um 3,3 Prozent
  • Kraftstoffe und Haushaltsenergie verteuerten sich um 14,9 Prozent
  • Strom und Erdgas kosteten weniger als zuvor
  • Tankrabatt soll Sprit bis Jahresende verbilligen

Hohe Energiekosten treiben die Teuerung in Deutschland wieder spürbar an. Waren und Dienstleistungen kosteten im September 3,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit kletterte die Inflationsrate erstmals seit Dezember 2023 wieder über die Marke von drei Prozent, nachdem sie im August noch bei 2,9 Prozent gelegen hatte.

Gegenüber dem Vormonat August stiegen die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent. Für Verbraucher bedeutet das einen spürbaren Kaufkraftverlust im Alltag.

Teures Öl schlägt an den Zapfsäulen durch

Verantwortlich für den Anstieg sind vor allem Mineralölprodukte. Kraftstoffe und Haushaltsenergie verteuerten sich binnen Jahresfrist um 14,9 Prozent. Das markiert den stärksten Anstieg in diesem Segment seit Februar 2023.

Besonders drastisch fiel der Preissprung an den Tankstellen aus: Sprit verteuerte sich um 37,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Leichtes Heizöl kostete sogar fast 75 Prozent mehr. Feste Brennstoffe wie Pellets und Brennholz legten um 15,6 Prozent zu.

Hintergrund der Entwicklung sind Versorgungsängste auf den Weltmärkten. Infolge des Iran-Kriegs können Tankschiffe die Straße von Hormus nicht mehr verlässlich passieren. Der Ölpreis stieg daraufhin zeitweise über die Marke von 100 Dollar je Barrel, was Autofahrer direkt an den Zapfsäulen zu spüren bekamen.

Entlastung bei Strom und Gas

Andere Energieformen wirkten dem Trend hingegen entgegen. Strom verbilligte sich im September um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch für Erdgas zahlten Haushalte 2,8 Prozent weniger, während Fernwärme um 1,0 Prozent nachgab.

Bei Nahrungsmitteln fiel die Teuerung mit 0,4 Prozent im Schnitt moderat aus. Allerdings klafft das Bild bei einzelnen Produkten auseinander. Eier verteuerten sich um 15,2 Prozent und frisches Gemüse um 12 Prozent, während Butter um 29,5 Prozent billiger war als ein Jahr zuvor.

Seit dem 1. Oktober gilt ein Tankrabatt, der Sprit bis zum Jahresende um knapp 17 Cent verbilligen soll. Volkswirte rechnen dennoch vorerst mit einer erhöhten Inflationsrate, da viele Unternehmen die gestiegenen Energiekosten zeitverzögert an ihre Kunden weitergeben.

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Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Trading-Treff seit März 2025 Beiträge zu Aktien, Trading und Indizes sowie zu wirtschaftlichen Rahmenthemen. Schwerpunkte sind Rohstoffwerte sowie KI- und Technologiewerte.Quellen dieses Ressorts: Unternehmensmitteilungen und Pflichtveröffentlichungen, Geschäftsberichte und Quartalszahlen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen. Bei Index- und Trading-Themen zusätzlich die Zusammensetzung und Anpassungen der Indexanbieter sowie Terminmarktdaten; bei Technologie- und KI-Werten Produktankündigungen und Geschäftszahlen der Unternehmen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.