Vertiv hat am Freitag im Umfeld einer Erholung von KI- und Technologiewerten um 4,1% zugelegt. Die Nachrichtenagentur AP berichtete über eine Gegenbewegung nach dem kräftigen Ausverkauf, bei der auch der breitere Markt wieder anzog. Die Vertiv-Aktie beendete den Handel bei 163,88 €.

Wachstum und Übernahme als Unternehmenskontext

Vertiv meldete vor rund zwei Wochen für das dritte Quartal 2026 einen Nettoumsatz von 4,31 Milliarden $. Das entsprach nach Unternehmensangaben einem Zuwachs von 61% gegenüber dem Vorjahresquartal.

Der verwässerte Gewinn je Aktie erreichte 1,95 $, ein Plus von 91%. Zugleich stiegen die organischen Auftragseingänge um mehr als 100%.

Vor rund zwei Wochen hob Vertiv außerdem seine Jahresprognose über wichtige Kennzahlen hinweg an. Für den Nettoumsatz im Gesamtjahr 2026 stellte das Unternehmen eine Spanne von 14.450 bis 14.850 Millionen $ in Aussicht.

Am 27. Oktober schloss Vertiv die Übernahme von Utility Innovation Holdings, auch als UtilityInnovation Group bezeichnet, ab. Nach Unternehmensangaben umfasste der Kaufpreis eine anfängliche Barzahlung von rund 1,5 Milliarden $. Hinzu kommen mögliche weitere, bedingte Barzahlungen von bis zu 1,15 Milliarden $.

Vereinbarung für die Halbleiterversorgung

Vertiv und Infineon Technologies kündigten eine strategische Vereinbarung mit einer Laufzeit von drei Jahren an. Sie soll die langfristige Versorgung von Vertiv mit Leistungshalbleitern aus Silizium und Siliziumkarbid unterstützen. Eingeschlossen sind Komponenten für Vertivs Stromversorgungssysteme der nächsten Generation mit 800 VDC.

Vor rund zwei Wochen vollzog Vertiv zudem die Übernahme von King Environmental Services. Damit erweitert das Unternehmen seine Dienstleistungen für Flüssigkeitsmanagement, Inbetriebnahme und Lasttests auf Europa, den Nahen Osten und Afrika.