Der französische Infrastrukturriese Vinci legte gestern nach Börsenschluss beeindruckende Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor. Der Umsatz kletterte um 4,2 Prozent auf 74,6 Milliarden Euro, das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 6,2 Prozent auf 9,56 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 4,9 Milliarden Euro – ein Plus von 0,8 Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit schwächeren Ergebnissen gerechnet.
Besonders bemerkenswert: Der freie Cashflow erreichte mit 7,0 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert. Ohne die außerordentliche Steuerlast in Frankreich – eine Sonderabgabe auf Unternehmensgewinne kostete Vinci 449 Millionen Euro – wäre der Gewinn sogar um zehn Prozent auf 5,4 Milliarden Euro gestiegen. Die Finanzschulden sanken um 1,3 Milliarden Euro auf 19,1 Milliarden Euro.
Flughäfen und Energie treiben das Wachstum
Die Konzessionssparte, zu der Flughäfen und Autobahnen gehören, steigerte Umsatz und EBITDA jeweils um fünf Prozent. Die 334 Millionen Fluggäste in Vincis Flughafennetzwerk bedeuteten ein Plus von 5,0 Prozent gegenüber 2024. Besonders stark entwickelten sich die kürzlich erworbenen Standorte Edinburgh, Budapest und Mexiko sowie die Flughäfen in Japan.
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Der Energiebereich legte mit acht Prozent Umsatzwachstum auf 30 Milliarden Euro am deutlichsten zu – 71 Prozent davon außerhalb Frankreichs. Die operative Marge verbesserte sich um über 20 Basispunkte auf 7,6 Prozent. Treiber sind die Elektrifizierung, das rasante Wachstum von KI-Rechenzentren und die Digitalisierung industrieller Prozesse.
Dividende steigt, Schulden sinken
Konzernchef Pierre Anjolras betonte, dass sich die dezentrale Organisation in einem turbulenten globalen Umfeld erneut bewährt habe. Fast 60 Prozent des Umsatzes und über 50 Prozent des Gewinns erwirtschaftet Vinci mittlerweile außerhalb Frankreichs.
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Die Aktionäre sollen mit einer um 25 Cent erhöhten Dividende von 5,00 Euro je Aktie für 2025 belohnt werden. Nach einer bereits im Oktober 2025 gezahlten Zwischendividende von 1,05 Euro würden am 23. April 2026 weitere 3,95 Euro ausgeschüttet – die Hauptversammlung vorausgesetzt. Bei einem Schlusskurs vom 30. Januar 2026 entspricht das einer Dividendenrendite von 4,1 Prozent.
Für 2026 erwartet Vinci weiteres Wachstum bei Umsatz, operativem Ergebnis und Nettogewinn. Der freie Cashflow dürfte allerdings auf rund sechs Milliarden Euro zurückgehen, da weiterhin kräftig in erneuerbare Energien investiert wird. Die Tochter Zero.e plant, ihre Kapazitäten für Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen bis Jahresende von fünf auf etwa sechs Gigawatt auszubauen.
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