Der Börsenstart verlief vielversprechend. Seitdem hat die Aktie rund 20 Prozent eingebüßt und notiert unter dem Ausgabepreis von 17 Euro. Jetzt, nach dem Ende der Stabilisierungsperiode, zeigt sich, was der Markt wirklich von VINCORION hält.
J.P. Morgan SE hat als Stabilisierungsmanager am 17. April die Greenshoe-Option teilweise ausgeübt — für rund 2,1 Millionen Aktien zum Ausgabepreis. Damit ist die Stützungsphase offiziell beendet. Während dieser Periode lagen die Stützungskäufe zwischen 15,30 und 17,00 Euro. Ab sofort gibt es kein Netz mehr.
Aktionärsstruktur im Wandel
Am 23. April läuft die Greenshoe-Option des Hauptaktionärs STAR Capital aus. Aktuell hält STAR Capital 52,82 Prozent der Stimmrechte. Ein Rückgang unter die 50-Prozent-Marke würde den Streubesitz erhöhen — und damit die Attraktivität für institutionelle Investoren steigern. Kurzfristiger Verkaufsdruck ist dabei nicht ausgeschlossen.
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Der direkte Anteil von STAR Capital liegt bei rund 47,5 Prozent und unterliegt einer 180-tägigen Lock-up-Periode. Weitere Pakete könnten frühestens im Herbst 2026 auf den Markt kommen. Als Stabilitätsfaktor gelten Ankerinvestoren wie Fidelity International, Invesco und T. Rowe Price.
Starke Zahlen, schwacher Kurs
Das Missverhältnis zwischen Kurs und Fundamentaldaten ist auffällig. Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz um 18 Prozent auf 240,3 Millionen Euro. Das EBIT legte um 64 Prozent zu, der Nettogewinn verdoppelte sich auf 19,4 Millionen Euro.
Der Auftragsbestand beträgt 1,1 Milliarden Euro. Das margenstarke Aftermarket-Geschäft — Wartung und Ersatzteile — trägt 55 Prozent zum Umsatz bei. Die gesamte Expansion soll aus dem operativen Cashflow finanziert werden. Der Börsengang selbst diente nicht der Kapitalaufnahme.
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Im Branchenvergleich erscheint die Bewertung moderat. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 46, das Kurs-Umsatz-Verhältnis beim 3,75-Fachen. Wettbewerber wie HENSOLDT und RENK werden zu deutlich höheren Multiples gehandelt.
Quartalsbericht als nächste Bewährung
Für 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 280 und 320 Millionen Euro an. Rückenwind liefern steigende europäische Verteidigungsbudgets und konkrete Verträge: Ein NATO-Rahmenvertrag der NSPA über 60 Millionen Euro zur Modernisierung von PATRIOT-Stromversorgungssystemen läuft bis 2030 und umfasst fünf Länder.
Der erste Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen erscheint im Mai. Er wird zeigen, ob die Wachstumsdynamik aus 2025 anhält — und ob der Markt bereit ist, die Bewertungslücke zu schließen.
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