Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine hat zum 31. März 2026 einen Rekordabschluss vorgelegt. Der Nettogewinn stieg um fast 138 Prozent auf 424 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung sank um 23,4 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro – der tiefste Stand seit zwanzig Jahren.
Die Aktie reagiert dennoch mit einem deutlichen Minus von 3,61 Prozent auf 47,04 Euro. Grund: Gewinnmitnahmen. Seit dem 52-Wochen-Tief bei 22,20 Euro im Juni 2025 hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Auf Jahressicht liegt das Plus bei 100,68 Prozent.
Schuldenabbau und Cashflow
Das Eigenkapital kletterte auf 7,8 Milliarden Euro. Die Gearing Ratio fiel auf 16,2 Prozent – ebenfalls der niedrigste Wert seit zwei Jahrzehnten. Möglich machte das ein Free Cashflow von 537 Millionen Euro. Das EBITDA erreichte 1,5 Milliarden Euro, das EBIT 724 Millionen Euro.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Voestalpine?
Gleichzeitig sank der Umsatz von 15,7 auf 15,1 Milliarden Euro. Gründe: gesunkene Stahlpreise, der Verkauf von Buderus Edelstahl und negative Währungseffekte beim Dollar. Die Belegschaft schrumpfte um 1,8 Prozent auf 48.800 Mitarbeiter – eine Folge von Reorganisationsmaßnahmen und Verkäufen.
Greentec steel nimmt Form an
Das Milliardenprojekt zur Dekarbonisierung schreitet voran. Im ersten Halbjahr 2027 sollen je ein Elektrolichtbogenofen in Linz und Donawitz ans Netz gehen. Rund 60 Prozent des 1,5-Milliarden-Volumens sind bereits investiert. Die Kernaggregate treffen im Herbst 2026 ein.
Bis 2029 will Voestalpine 30 Prozent der CO₂-Emissionen gegenüber 2019 einsparen – das entspricht fast fünf Prozent der jährlichen Emissionen Österreichs. Das Management warnt jedoch vor einem Flaschenhals: Fehlende leistungsfähige Strom- und Wasserstoffnetze zu wettbewerbsfähigen Preisen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Voestalpine?
Ausblick und Dividende zur Hauptversammlung
Die Hauptversammlung am 1. Juli soll die Dividende von 60 auf 75 Cent je Aktie anheben. Für das Geschäftsjahr 2026/27 erwartet der Vorstand ein EBITDA zwischen 1,60 und 1,85 Milliarden Euro.
Rückenwind kommt von halbierten EU-Stahlimportquoten ab Juli. Dem stehen CO₂-Kosten von rund 230 Millionen Euro gegenüber. Geopolitische Unsicherheiten – der Nahostkonflikt und die Handelsbeziehungen zwischen Europa und Nordamerika – könnten die Ergebnisentwicklung maßgeblich beeinflussen.
Ob der Konzern die obere Hälfte der EBITDA-Spanne erreicht, hängt von der weiteren Zollentwicklung ab. Die Bilanz ist so solide wie seit Jahrzehnten nicht. Jetzt muss sich zeigen, ob das operative Geschäft folgt.
Voestalpine-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Voestalpine-Analyse vom 5. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Voestalpine-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Voestalpine-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Voestalpine: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


