Voestalpine-Vorstandschef Herbert Eibensteiner würde ein neues Werk nicht mehr in Österreich errichten. Wie Die Presse am Freitag berichtete, würde er stattdessen einen Standort wählen, „wo Energiepreise und Kostenbasis deutlich besser sind“. Die Aktie verlor am Freitag 3,0%.

Energiepreise und Kostenbasis im Fokus

Eibensteiners Aussage bezog sich auf die hypothetische Standortwahl für ein neues Werk. Als Kriterien nannte er sowohl die Energiepreise als auch die Kostenbasis insgesamt. Damit richtete der Vorstandschef den Blick auf die Bedingungen für industrielle Investitionen in Österreich.

An der Wiener Börse gehörte Voestalpine am Freitag Medienberichten zufolge zu den größeren Verlierern. Der österreichische Leitindex ATX gab im selben Handel 1,3 Prozent nach.

Zum weiteren Umfeld zählt die vor rund zwei Wochen behandelte US-Antidumpingfrage bei Rohren. Das US-Handelsministerium setzte für voestalpine Tubulars GmbH & Co. KG vorläufig eine Antidumping-Marge von 47,21 Prozent fest. Sie betrifft bestimmte österreichische OCTG-Rohre. Voestalpine Tubulars hatte um Aufschub der endgültigen Entscheidung gebeten.

Ausbildung an österreichischen Standorten

Zum Personalnachwuchs meldete Voestalpine am Donnerstag einen Konzernlehrlingstag in Linz. Daran nahmen nach Unternehmensangaben 380 Lehrlinge aus Österreich, Deutschland und der Schweiz teil. Die Veranstaltung brachte damit Nachwuchskräfte aus den drei Ländern am österreichischen Standort zusammen.

Im Herbst starteten nach Angaben des Konzerns außerdem 311 neue Lehrlinge an österreichischen Standorten. Diese Zahl bezieht sich auf die Neueintritte in Österreich, während die Teilnehmer des Konzernlehrlingstags aus allen drei genannten Ländern kamen.

Als nächster Ergebnistermin ist der 11. November angekündigt. Dann will Voestalpine die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 veröffentlichen.