Voestalpine hat gestern im schwachen europäischen Börsenumfeld an Wert verloren. Wie dpa-AFX berichtete, folgten die europäischen Märkte auf dramatische Verluste an der US-Technologiebörse Nasdaq vom Vortag. Die Voestalpine-Aktie fiel um 3,0% und gehörte in Wien neben Lenzing und Verbund zu den Werten mit größeren Verlusten.

Gutachten unterscheidet zwischen Staubarten

Für den Standort Donawitz veröffentlichte das Land Steiermark gestern Ergebnisse eines Umweltgutachtens. Demnach werden die Grenzwerte für Feinstaub und Schwermetalle im Umfeld der Voestalpine in Leoben eingehalten. An mehreren Messpunkten in Donawitz stellten die Untersuchungen jedoch wiederholt Überschreitungen beim groben Staubniederschlag fest.

Als mögliche Ursachen nennt das Gutachten Trockenheit, Schwerverkehr sowie Schütt- und Transportvorgänge. Es empfiehlt weitere Untersuchungen zu den Ursachen der Überschreitungen. Die Feststellungen unterscheiden damit ausdrücklich zwischen eingehaltenen Feinstaub- und Schwermetallgrenzwerten einerseits und erhöhtem grobem Staubniederschlag an mehreren Messpunkten andererseits.

Elektrifizierte Stahlerzeugung nimmt Gestalt an

Vor rund einem Monat meldete Voestalpine Fortschritte beim Elektrolichtbogenofen am Standort Donawitz. Nach Unternehmensangaben war dessen Montage größtenteils abgeschlossen; in Teilbereichen hatte die Kalt-Inbetriebnahme begonnen. Die Mitteilung beschrieb damit einen Zwischenstand beim Aufbau der Anlage.

Im ersten Halbjahr 2027 soll die Produktion dort teilweise auf elektrifizierte Stahlerzeugung umgestellt werden. Für den Vollbetrieb stellte das Unternehmen eine jährliche Produktion von rund 850.000 Tonnen CO₂-reduziertem Stahl in Aussicht. Die Mengenangabe bezieht sich auf den Vollbetrieb, während die angekündigte Umstellung zunächst nur einen Teil der Produktion betrifft.

Als nächster bestätigter Finanztermin steht am 11. November die Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 an.