Der österreichische Stahlkonzern erlebt derzeit einen paradoxen Börsenmonat. Obwohl der prestigeträchtige Aufstieg in den Leitindex ATX five kurz bevorsteht, gibt der Kurs auf breiter Front nach. Doch wie passt diese jüngste Kursschwäche mit der ansonsten soliden operativen Geschäftsentwicklung zusammen?
Wandelanleihe sorgt für Verkaufsdruck
Verantwortlich für den massiven Kursrückgang der vergangenen Tage ist eine strategische Kapitalmaßnahme. Der Vorstand kündigte Anfang März an, die bestehende Wandelanleihe 2023 um bis zu 35 Millionen Euro auf insgesamt 285 Millionen Euro aufzustocken. Da die Platzierung bei institutionellen Investoren für die zweite Märzhälfte geplant ist, positionieren sich Marktteilnehmer bereits jetzt.
Typischerweise sichern sich Zeichner solcher Anleihen ab, indem sie parallel Aktien des Unternehmens leerverkaufen. Dieser bekannte Hedging-Effekt zog den Titel spürbar nach unten. Aktuell notiert das Papier bei 38,96 Euro und verzeichnet damit auf Wochensicht ein Minus von rund 15 Prozent.
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ATX-five-Aufnahme als Gegenpol
Diesem kurzfristigen Druck steht jedoch ein positiver, struktureller Treiber gegenüber. Am 23. März rückt der Konzern für den Energieversorger Verbund in den ATX five auf, den Index der fünf am höchsten kapitalisierten Werte der Wiener Börse. Diese Indexumstellung zwingt ETFs und Indexfonds dazu, die Aktien rein mechanisch und unabhängig von fundamentalen Kriterien in ihre Portfolios aufzunehmen.
Die Nominierung belohnt die starke Erholung der vergangenen Monate. Selbst nach dem jüngsten Rücksetzer steht auf Sicht von zwölf Monaten noch immer ein ansehnliches Plus von knapp 61 Prozent auf der Kurstafel.
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Fundamentaldaten bleiben stabil
Abseits der technischen Marktbewegungen liefert das operative Geschäft ein robustes Fundament. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres steigerte das Unternehmen sein operatives Ergebnis (EBITDA) um 7,2 Prozent auf eine Milliarde Euro. Gleichzeitig senkte das Management die Nettoverschuldung deutlich um über 27 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro – und das trotz der hohen laufenden Investitionen in das COâ‚‚-reduzierte Stahlprogramm „Greentec Steel“. Aktionäre profitieren zudem von einer neuen Dividendenpolitik, die künftig eine Ausschüttung von 30 Prozent des Gewinns je Aktie bei einer fixen Mindestdividende von 0,40 Euro vorsieht.
Die Entwicklung für den restlichen März ist durch den Kalender klar strukturiert. Bis zur finalen Platzierung der Wandelanleihe in der zweiten Monatshälfte dürfte die technische Kursfindung anhalten. Ab dem 23. März greift dann die garantierte Kaufnachfrage durch die ATX-five-Umstellung, während die vom Management explizit bestätigte Jahresprognose von bis zu 1,55 Milliarden Euro EBITDA die langfristige fundamentale Untergrenze absichert.
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