Der erste Elektrolichtbogenofen in Linz ist kein Zukunftsprojekt mehr — er wird gebaut. Im April 2026 soll die Haupthallenkonstruktion des neuen EAF-Stahlwerksgebäudes fertiggestellt sein, die Inbetriebnahme des Ofens folgt für Februar 2027. Österreichs größtes Klimaschutzprogramm tritt damit in seine operative Phase.
Das Investitionsvolumen für das Greentec-Steel-Programm beläuft sich auf 1,5 Milliarden Euro. Das Ziel: Bis 2029 sollen die CO₂-Emissionen um rund 30 Prozent sinken — fast 4 Millionen Tonnen jährlich, was knapp 5 Prozent der österreichischen Gesamtemissionen entspricht. Die Umstellung vom Hochofen auf die Elektrostahlroute ist dabei der Kern des Programms.
Logistik und Wasserstoff: Zwei weitere Baustellen
Parallel zur Hauptanlage startet im Frühjahr 2026 die Installation der Fördertechnik für die HBI-Versorgungsanlage. Rund 450.000 Tonnen dieses Einsatzmaterials werden jährlich für den ersten Elektrolichtbogenofen benötigt. Der Großteil kommt aus Texas, per Seeschiff nach Koper und von dort per Bahn nach Linz.
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Ergänzend treibt Voestalpine gemeinsam mit Primetals Technologies und Rio Tinto das Projekt „Hy4Smelt“ voran — die weltweit erste industrielle Demonstrationsanlage, die wasserstoffbasierte Direktreduktion mit einem elektrischen Schmelzprozess kombiniert. Das Investitionsvolumen für dieses Pionierprojekt liegt bei rund 170 Millionen Euro.
Finanzen und regulatorischer Rückenwind
Der Umbau ruht auf einer soliden finanziellen Basis. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres 2025/26 stieg das EBIT um 20,9 Prozent auf 473 Millionen Euro, der Vorsteuergewinn legte sogar um 46,5 Prozent zu. Gleichzeitig sank die Nettoverschuldung um 27,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Die Jahresprognose — ein EBITDA zwischen 1,4 und 1,55 Milliarden Euro — hat das Management bestätigt.
Strukturell kommt Voestalpine der EU-Kohlenstoffgrenzmechanismus (CBAM) zugute, der seit Januar 2026 vollständig gilt. Stahl aus China oder der Türkei verteuert sich dadurch um geschätzte 40 bis 70 Euro pro Tonne — ein direkter Wettbewerbsvorteil für europäische Hersteller. Ab Juli 2026 sollen die Importquoten halbiert und die Zölle für überschreitende Mengen verdoppelt werden, was diesen Vorteil weiter festigen dürfte.
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