Der Rohbau der neuen Produktionshalle für den ersten Elektrolichtbogenofen in Linz wird planmäßig im April 2026 fertiggestellt. Damit tritt das teuerste Investitionsprojekt der Unternehmensgeschichte in seine entscheidende Phase — und das Projekt „greentec steel“ ist längst kein Versprechen mehr, sondern Baustelle.
1,5 Milliarden Euro, Schaufel in der Erde
Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 1,5 Milliarden Euro. Ab Februar 2027 soll der erste Elektrolichtbogenofen (EAF) in Linz den Betrieb aufnehmen, ein zweiter folgt in Donawitz. Gemeinsam sollen sie jährlich rund 2,5 Millionen Tonnen CO₂-reduzierten Stahl produzieren und die Emissionen des Konzerns bis 2029 um rund 30 Prozent senken — das entspricht knapp 4 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr.
Parallel dazu baut voestalpine gemeinsam mit Primetals Technologies und Rio Tinto für rund 170 Millionen Euro die weltweit erste industrielle Demonstrationsanlage, die wasserstoffbasierte Direktreduktion mit einem elektrischen Schmelzprozess kombiniert. Erste Produktion ist für Ende 2027 geplant.
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Portfoliobereinigung liefert frisches Kapital
Finanziert wird die Transformation auch durch den Rückbau des Konzernportfolios. Der Verkauf der Tochter BÖHLER Profil an den US-Konzern Kadant bringt rund 157 Millionen Euro — bei einem Umsatz von 52 Millionen Euro und einem bereinigten EBITDA von 15,6 Millionen Euro im letzten Geschäftsjahr ist das ein ordentliches Multiple. Zusammen mit dem bereits vollzogenen Verkauf von Buderus Edelstahl und weiteren Standortbereinigungen hat die High Performance Metals Division den Umbau ihres Portfolios damit im Wesentlichen abgeschlossen.
Die Erlöse fließen direkt in die Dekarbonisierungsinvestitionen zurück.
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Rückenwind aus Brüssel
Das veränderte regulatorische Umfeld kommt voestalpine zugute. Seit Januar 2026 ist der EU-Kohlenstoffgrenzmechanismus (CBAM) vollständig in Kraft und verteuert Stahlimporte aus Ländern wie China und der Türkei nach Analystenschätzungen um 40 bis 70 Euro je Tonne. Für Juli 2026 plant die EU weitere Maßnahmen: eine Halbierung der Importquoten sowie eine Verdoppelung der Zölle für darüber hinausgehende Mengen.
Das operative Ergebnisziel (EBITDA) von 1,4 bis 1,55 Milliarden Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr bestätigte das Management zuletzt. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26 stieg das EBITDA um 7,2 Prozent auf eine Milliarde Euro, während die Nettoverschuldung um 27,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro sank. Mit dem Baubeginn der EAF-Anlage und dem regulatorischen Gegenwind für Billigimporte aus Asien rückt das strategische Kalkül des Konzerns in greifbare Nähe.
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