Anleger der Voestalpine finden sich aktuell in einem klassischen Zangengriff wieder. Während der bevorstehende Aufstieg in den prestigeträchtigen ATX five für automatische Nachfrage sorgt, drückt eine Kapitalmaßnahme gleichzeitig massiv auf die Stimmung. Wer behält in diesem Kräftemessen zwischen Indexfonds und hedgenden Investoren die Oberhand?
Index-Aufstieg sorgt für Kaufzwang
Die Wiener Börse hat die Weichen gestellt: Ab dem 23. März ersetzt Voestalpine den Verbund-Konzern im ATX five. Dieser Index bildet die fünf schwergewichtigsten österreichischen Titel ab. Die Aufnahme hat direkte mechanische Folgen, da ETFs und Fonds, die diesen Index abbilden, die Stahl-Aktie nun zwingend ins Portfolio aufnehmen müssen. Diese sogenannte passive Nachfrage entsteht völlig unabhängig von der aktuellen Bewertung und bildet theoretisch eine Stütze für den Aktienkurs.
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Kapitalmaßnahme drückt den Kurs
Dass der Kurs zuletzt dennoch deutlich nachgab, liegt an einem starken Gegenwind von der Finanzierungsseite. Das Unternehmen kündigte am 2. März an, seine Wandelanleihe um bis zu 35 Millionen Euro aufzustocken. Institutionelle Investoren, die solche Papiere zeichnen, sichern sich häufig gegen Risiken ab, indem sie parallel die Aktie leerverkaufen (Hedging).
Diese technischen Verkäufe erklären, warum die Aktie trotz der Index-News unter Druck geriet und auf Wochensicht über 13 Prozent einbüßte. Mit einem Schlusskurs von 42,24 Euro am Freitag notiert das Papier zwar immer noch gut 9 Prozent über dem Jahresstart, musste aber die jüngsten Höchststände vorerst abgeben.
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Fundamentale Stärke als Basis
Abseits der technischen Faktoren präsentiert sich der Konzern operativ robust. Trotz hoher Ausgaben für die „Greentec Steel“-Strategie gelang es dem Management, die Nettoverschuldung in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres um beachtliche 27,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu senken. Auch das operative Ergebnis (EBITDA) legte um gut 7 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro zu. Die fundamentale Basis für eine Erholung ist angesichts der bestätigten Jahresprognose also gelegt, sobald der Verkaufsdruck der Wandelanleihe nachlässt.
Das Duell der gegenläufigen Geldströme entscheidet sich in der zweiten Monatshälfte. Während die Platzierung der Anleihe kurzfristig belastet, greift ab dem 23. März die automatische Nachfrage der Indexfonds. Für Anleger bedeutet dies volatile Wochen, in denen technische Kapitalflüsse die eigentlich soliden Unternehmenszahlen kurzzeitig überlagern.
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