Zum 31. März schließt Voestalpine das Geschäftsjahr 2025/26 ab — und der Konzern hat das Jahr genutzt. Portfolio bereinigt, Schulden reduziert, Dekarbonisierungsprogramm auf Kurs. Die Umbauagenda des Linzer Stahlkonzerns nimmt konkrete Formen an.
Rückzug aus Randbereichen, Fokus auf Margen
Mit dem Jahresende stellt Voestalpine die Camtec GmbH in Linz planmäßig ein. Das Segment — Schieber und Gleitelemente — war unter dem Preisdruck aus Fernost und gestiegenen Energiekosten nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Gleichzeitig steht der Verkauf der Tochter BÖHLER Profil an den US-Konzern Kadant unmittelbar vor dem formalen Abschluss.
Beide Schritte folgen derselben Logik: Komplexität raus, Ertragskraft rein. Der Konzern konzentriert sich künftig auf margenstärkere High-Tech-Segmente.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Voestalpine?
Solide Zahlen, klarer Ausblick
Die Neunmonatszahlen untermauern die finanzielle Stabilität des Umbaus. Das EBITDA legte im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Prozent auf rund eine Milliarde Euro zu. Noch deutlicher fällt die Verbesserung bei der Verschuldung aus: Die Gearing Ratio sank von 26,2 auf 18,7 Prozent, die Nettofinanzverschuldung beträgt noch 1,4 Milliarden Euro. Mit einer Eigenkapitalquote von rund 50 Prozent sieht sich der Konzern in der Lage, die milliardenschweren Investitionen in das „greentec steel“-Programm aus eigener Kraft zu finanzieren.
Für das Gesamtjahr hält der Vorstand an einer EBITDA-Prognose von 1,4 bis 1,55 Milliarden Euro fest — trotz US-Importzöllen, die das Rohrgeschäft mit schätzungsweise 70 Millionen Euro jährlich belasten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Voestalpine?
Ein zusätzlicher Rückenwind zeichnet sich ab: Ab dem kommenden Geschäftsjahr greift der europäische Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) stärker. Da Voestalpine bei der Dekarbonisierung im Zeitplan liegt und die ersten Elektrolichtbogenöfen für Anfang 2027 geplant sind, könnte der Konzern von den steigenden Kosten für CO₂-intensive Stahlimporte aus Drittstaaten überproportional profitieren.
Die Aktie schloss zuletzt bei 37,82 Euro — rund 23 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Februar, belastet vom allgemeinen Marktumfeld. Die finalen Jahreszahlen legt das Unternehmen am 3. Juni 2026 vor.
Voestalpine-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Voestalpine-Analyse vom 29. März liefert die Antwort:
Die neusten Voestalpine-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Voestalpine-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Voestalpine: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


