Voestalpine treibt den kostspieligen Umbau zur grünen Stahlproduktion voran. Dafür holt sich der österreichische Konzern nun frisches Geld am Kapitalmarkt. Eine Aufstockung bestehender Wandelanleihen spült frische Millionen in die Kasse.
Frisches Kapital für den Umbau
Der Stahlkocher weitet seine Finanzierungsbasis aus. Institutionelle Investoren zeichneten neue Papiere im Nennwert von 35 Millionen Euro. Damit steigt das Gesamtvolumen der bis 2028 laufenden Anleihe auf 285 Millionen Euro.
Der Emissionskurs lag bei gut 118 Prozent des Nennwerts. Käufer können die neuen Schuldverschreibungen anfänglich in rund 864.000 eigene Aktien wandeln. Die Platzierung erfolgte in einem beschleunigten Verfahren abseits der USA.
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Das Kapital fließt direkt in das 1,5-Milliarden-Euro-Programm „greentec steel“. Hier hat das Unternehmen einen wichtigen Meilenstein erreicht. Der Rohbau der neuen Elektrolichtbogenofen-Halle am Linzer Werk steht. Als Nächstes folgen der Stahlbau und die Installation der Anlagen.
Ab Februar 2027 soll der erste Ofen in Linz ans Netz gehen. Eine zweite Anlage in Donawitz folgt später. Langfristig will Voestalpine so die eigenen CO₂-Emissionen um knapp vier Millionen Tonnen pro Jahr senken.
Rückenwind durch EU-Regeln
Regulatorische Vorgaben sichern den Umbau ab. Seit Januar greift der EU-Kohlenstoffgrenzmechanismus. Die Folge: Dreckiger Stahl aus China oder der Türkei wird spürbar teurer. Für Juli plant Brüssel weitere Maßnahmen wie schärfere Importquoten und höhere Zölle.
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Operativ steht Voestalpine robust da. Das Management bestätigt die EBITDA-Prognose von bis zu 1,55 Milliarden Euro für das laufende Jahr. Die Nettoverschuldung fiel zuletzt auf 1,4 Milliarden Euro. Dieser Puffer fängt die neue Anleihen-Tranche problemlos auf.
Am Aktienmarkt honorieren Investoren diesen Kurs. Die Papiere notieren aktuell bei 41,36 Euro und trotzen damit dem heutigen leichten Tagesverlust. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein sattes Kursplus von 94 Prozent auf der Tafel.
Am 3. Juni präsentiert Voestalpine die vollständigen Jahresergebnisse. Der Bericht liefert konkrete Zahlen zur Margenentwicklung unter dem neuen EU-Zollregime. Hält der Konzern parallel den straffen Bauzeitplan in Linz ein, festigt das die Basis für das geplante grüne Wachstum.
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