Der österreichische Stahlkonzern trotzt der europäischen Industriekrise und klettert an der Börse unbeirrt weiter nach oben. Während die Automobilbranche schwächelt, überzeugen die Linzer mit strikter Kostendisziplin und profitieren von politischem Rückenwind aus Brüssel. Anleger honorieren die strategische Neuausrichtung mit einer Bewertung, die das Unternehmen auf das höchste Niveau seit 2021 hebt.
Profitabilität schlägt Umsatzschwäche
Der jüngste Vorstoß auf in der Spitze 48,86 Euro ist weit mehr als eine kurzfristige Laune des Marktes. Er basiert auf soliden fundamentalen Daten, die das Management im Februar vorlegte. Zwar ging der Umsatz leicht zurück, doch der Gewinn entwickelte sich gegenläufig positiv.
Besonders das operative Ergebnis (EBIT) stieg in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres um gut 20 Prozent. Dies zeigt, dass der Konzern seine Margen auch in einem schwierigen Umfeld verteidigen kann. Die Sparten Railway Systems und Aerospace fungieren dabei als verlässliche Ertragsbringer und kompensieren die anhaltende Flaute im Automobilsektor und Maschinenbau.
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Bilanz so sauber wie lange nicht
Ein wesentlicher Treibsatz für den aktuellen Aufwärtstrend ist der massive Schuldenabbau. Die Nettofinanzverschuldung wurde um über 27 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro gedrückt. Damit erreicht der Verschuldungsgrad den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten.
In einem Umfeld, das noch immer von erhöhten Finanzierungskosten geprägt ist, werten Investoren diese Bilanzstärke als entscheidenden Qualitätsfaktor. Die gewonnene finanzielle Flexibilität ermöglicht es dem Unternehmen, die Transformation hin zur grünen Stahlproduktion („greentec steel“) aus eigener Kraft voranzutreiben, ohne die Substanz zu gefährden.
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Rückenwind aus Brüssel
Zusätzliche Fantasie erhält die Aktie durch die veränderte EU-Handelspolitik. Der seit Jahresbeginn greifende CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) und die für Juli geplante Halbierung der zollfreien Importquoten verteuern billigen Stahl aus Drittländern massiv.
Dieser regulatorische Eingriff spielt den europäischen Produzenten in die Hände. Was lange als Wettbewerbsnachteil galt – die strengen Umweltauflagen in der EU – wandelt sich durch die künstliche Verteuerung der Importe nun zu einem relativen Vorteil. Analysten reagierten prompt auf diese Gemengelage: Die Deutsche Bank hob ihr Kursziel zuletzt deutlich auf 57 Euro an.
Fazit
Mit einem aktuellen Kurs von 48,84 Euro notiert die Aktie nur knapp unter ihrem frischen 5-Jahres-Hoch. Die Bestätigung der Jahresprognose mit einem erwarteten EBITDA von bis zu 1,55 Milliarden Euro untermauert das Vertrauen der Investoren. Hält die Kostendisziplin an und greifen die EU-Schutzmaßnahmen wie erwartet, dürfte der Aufwärtstrend trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds in Deutschland Bestand haben.
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