Voestalpine Aktie: Rekordlauf dank EU-Schutz

Der österreichische Stahlkonzern profitiert massiv von neuen EU-Importregeln, die die Profitabilität steigern. Das operative Ergebnis legte deutlich zu, während die Verschuldung reduziert wurde.

Voestalpine Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch
  • COâ‚‚-Grenzausgleich verteuert Importe drastisch
  • Operatives Ergebnis steigt um 21 Prozent
  • Nettofinanzverschuldung sinkt deutlich

Wer vor zwölf Monaten auf Voestalpine setzte, hat seinen Einsatz mehr als verdoppelt. Der österreichische Stahlkonzern eilt von Hoch zu Hoch und lässt die trübe Stimmung der vergangenen Jahre hinter sich. Der Treibstoff für diese Rallye kommt dabei nicht nur aus der Firmenzentrale in Linz, sondern vor allem aus Brüssel: Die EU baut eine Festung um ihre Stahlindustrie, und Voestalpine profitiert massiv.

Festung Europa treibt den Kurs

Die Aktie markierte gestern bei 49,10 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Zwar konsolidiert der Kurs heute leicht bei 48,30 Euro, doch das charttechnische Bild bleibt beeindruckend: Seit Jahresanfang steht ein Plus von fast 25 Prozent zu Buche.

Der entscheidende Hebel ist der seit dem 1. Januar 2026 geltende CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM). Importeure müssen nun für Stahl aus Drittstaaten CO₂-Zertifikate kaufen, was die Einfuhren laut Branchenexperten um bis zu 70 Euro pro Tonne verteuert. Gleichzeitig senkt die EU die Importquoten drastisch um 47 Prozent und verhängt Zölle von 50 Prozent auf Mehrmengen. Für Voestalpine bedeutet das: weniger billige Konkurrenz auf dem Heimatmarkt und stabilere Margen.

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Gewinnsprung trotz Umsatzdruck

Dass diese Rechnung aufgeht, zeigen die Zahlen für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2025/26. Obwohl der Umsatz leicht auf 11,1 Milliarden Euro nachgab, konnte der Konzern die Profitabilität deutlich steigern. Das operative Ergebnis (EBIT) kletterte um knapp 21 Prozent auf 473 Millionen Euro.

Besonders erfreulich für Anleger ist der Schuldenabbau. Die Nettofinanzverschuldung sank um über 27 Prozent. In einem kapitalintensiven Geschäft wie der Stahlproduktion ist dies ein wichtiges Qualitätsmerkmal, das dem Unternehmen Luft für die laufende Transformation hin zu grünem Stahl verschafft.

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Schattenseite US-Geschäft

Nicht alle Märkte laufen jedoch rund. Während Europa abschottet, tun dies auch die USA. Dort belasten weiterhin Importzölle von 50 Prozent das Geschäft, was insbesondere die Sparte „Tubulars“ trifft. Voestalpine reagiert hier konsequent und fährt die betroffenen Kapazitäten zurück.

Parallel dazu bereinigt das Management das Portfolio. Der Verkauf von Buderus Edelstahl und anderen Randbereichen schärft das Profil, während Investitionen in den indischen Markt und den Luftfahrtsektor künftiges Wachstum sichern sollen.

Fazit und Ausblick

Das Management bestätigte zuletzt die Jahresprognose mit einem erwarteten EBITDA von bis zu 1,55 Milliarden Euro. Der strukturelle Rückenwind durch die EU-Politik dürfte mittelfristig anhalten und die Transformation stützen. Anleger blicken nun auf den 3. Juni 2026: Dann veröffentlicht der Konzern den vollständigen Jahresbericht, der zeigen wird, ob das Gewinntempo gehalten werden kann.

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