Im März 2026 bestimmen zwei völlig gegensätzliche Ereignisse die Richtung des österreichischen Stahlkonzerns. Während die bevorstehende Aufnahme in den Elite-Index ATX five strukturelle Kaufnachfrage verspricht, sorgt die Aufstockung einer Wandelanleihe für kurzfristigen Verkaufsdruck. Wie reagiert das fundamentale Geschäft auf dieses Marktumfeld?
Index-Aufstieg trifft auf Kapitalmaßnahme
Ab dem 23. März rückt das Unternehmen in den ATX five auf und ersetzt dort den Energieversorger Verbund. Dieser Aufstieg zwingt Indexfonds zu automatischen Umschichtungen, was dem Papier eine verlässliche Stütze bieten dürfte, da diese Portfolios unabhängig vom Preisniveau Anteile zukaufen müssen.
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Als Gegengewicht fungiert jedoch eine jüngst angekündigte Kapitalmaßnahme: Der Konzern stockt seine 2023 begebenen Wandelanleihen um bis zu 35 Millionen Euro auf ein Maximalvolumen von 285 Millionen Euro auf. Da institutionelle Investoren solche Positionen oft über Leerverkäufe absichern, entstand zuletzt ein spürbarer Verkaufsdruck. Infolgedessen notierte der Titel am Mittwoch bei 41,94 Euro und hat sich damit deutlich von seinem 52-Wochen-Hoch bei 49,10 Euro entfernt, das noch Ende Februar erreicht wurde.
Operatives Fundament und grüne Transformation
Abseits der kurzfristigen Markteffekte zeigt sich das operative Geschäft robust. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres 2025/26 verzeichnete der Konzern trotz eines leicht rückläufigen Umsatzes von 11,1 Milliarden Euro deutliche Profitabilitätssprünge:
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- EBITDA: Anstieg um 7,2 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro
- EBIT: Plus von 20,9 Prozent auf 473 Millionen Euro
- Vorsteuergewinn: Wachstum um 46,5 Prozent auf 372 Millionen Euro
- Nettoverschuldung: Rückgang um 27,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro
Dieser Schuldenabbau gelingt trotz massiver Ausgaben für das „greentec steel“-Programm. Mit einem Investitionsvolumen von 1,5 Milliarden Euro sollen ab 2027 zwei neue Elektrolichtbogenöfen in Linz und Donawitz jährlich rund 2,5 Millionen Tonnen COâ‚‚-reduzierten Stahl produzieren. Regulatorischer Rückenwind kommt dabei durch den neuen europäischen COâ‚‚-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM), der seit Jahresbeginn für fairere Wettbewerbsbedingungen gegenüber asiatischen Importen sorgt.
Für Anleger bringt das Geschäftsjahr 2025/26 zudem eine neu ausgerichtete Dividendenpolitik. Der Vorstand plant künftig eine Ausschüttung von 30 Prozent des Gewinns je Aktie, gekoppelt an eine feste Mindestdividende von 0,40 Euro. Die tatsächliche Kursrichtung der kommenden Wochen wird sich nun im direkten Zusammenspiel zwischen der in der zweiten Märzhälfte geplanten Anleihe-Platzierung und den einsetzenden Index-Käufen ab dem 23. März entscheiden.
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