Zwei Großbanken, ein klares Signal: Barclays und Citi haben ihre Einschätzungen für Voestalpine bekräftigt oder angehoben — und das auf einer operativen Basis, die den Optimismus trägt.
Barclays-Analyst Tom Zhang hält an seinem „Overweight“-Rating fest und nennt ein Kursziel von 50 Euro. Er verweist auf die solide Cash-Generierung und einen defensiveren Geschäftsmix gegenüber Wettbewerbern. Citi zog nach und hob sein Kursziel auf 45 Euro an. Die Aktie notiert aktuell bei rund 43 Euro — rund zwölf Prozent unter dem Barclays-Ziel.
Zahlen geben den Analysten Recht
Der Zwischenbericht für die ersten drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres lieferte die Grundlage. Der Umsatz sank leicht auf 11,1 Milliarden Euro. Das EBITDA kletterte auf rund eine Milliarde Euro, der Vorsteuergewinn zog um knapp die Hälfte an.
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Besonders auffällig: Die Nettoverschuldung sank trotz laufender Großinvestitionen um mehr als ein Viertel auf 1,4 Milliarden Euro. Das Management bestätigte die Jahresprognose mit einem EBITDA zwischen 1,4 und 1,55 Milliarden Euro.
Dividende soll deutlich steigen
Barclays erwartet für das Geschäftsjahr 2025/26 einen Gewinn je Aktie von 2,17 Euro. Bis 2027/28 soll er auf 4,02 Euro steigen. Die Dividende soll parallel von 0,70 auf 1,20 Euro je Aktie wachsen.
Voestalpine hat seine neue Dividendenpolitik bereits festgelegt: Ab dem Geschäftsjahr 2025/26 schüttet das Unternehmen grundsätzlich 30 Prozent des Gewinns je Aktie aus — vorausgesetzt, die Verschuldungsquote bleibt nach Dividende unter dem Faktor 2,0. Als Mindestbetrag sind 0,40 Euro je Aktie gesichert.
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Wandelanleihe mit Aufgeld platziert
Kurz vor den Analystenkommentaren stärkte Voestalpine seine Finanzierungsbasis. Das Unternehmen platzierte eine Aufstockungstranche von 35 Millionen Euro zu den bestehenden 250-Millionen-Euro-Wandelanleihen aus dem Jahr 2023. Der Ausgabepreis lag bei 118,1 Prozent des Nennwerts — ein Zeichen, dass die Nachfrage das Angebot überstieg. Die neuen Papiere sind in rund 864.000 eigene Aktien wandelbar und bilden mit den 2023er-Anleihen eine einheitliche Serie.
In die Jahresprognose sind bereits US-Importzölle von bis zu 50 Prozent auf Spezialrohre eingepreist. Sie belasten das Ergebnis voraussichtlich mit 60 bis 80 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte des US-Absatzes produziert Voestalpine inzwischen lokal — das federt einen Teil des Risikos ab.
Am 3. Juni 2026 legt das Unternehmen seinen vollständigen Jahresbericht für 2025/26 vor, inklusive Dividendenvorschlag. Die Hauptversammlung folgt am 1. Juli, der Ex-Dividende-Tag ist für den 9. Juli angesetzt, die Auszahlung für den 14. Juli geplant.
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