Einst war die Volksrepublik der verlässliche Wachstumsmotor für Volkswagen, nun weicht die Euphorie dem harten Realismus. Der Autokonzern hat seine langfristigen Absatz- und Renditeerwartungen für den chinesischen Markt spürbar nach unten korrigiert. Das Management zieht damit die Konsequenzen aus einem immer intensiveren Preiskampf.
Bis zum Ende des Jahrzehnts rechnet Wolfsburg in China nur noch mit rund 3,2 Millionen verkauften Fahrzeugen. Ursprünglich peilte der Vorstand deutlich höhere Volumina an. Auch die finanzielle Erwartungshaltung sinkt rasant. Statt früherer Spitzenwerte strebt VW künftig eine operative Marge von vier bis sechs Prozent an.
Der Preisdruck hinterlässt tiefe Spuren in den Bilanzen der chinesischen Joint-Ventures. Deren anteiliges operatives Ergebnis fiel im vergangenen Jahr auf 958 Millionen Euro. Für das laufende Jahr 2026 kalkuliert das Management nur noch mit einem Bruchteil dieser Summe. Als Reaktion hat der Konzern bereits massive Produktionskapazitäten vor Ort abgebaut.
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Schwaches Auftaktquartal
Die strategische Neuausrichtung fällt in eine ohnehin angespannte Phase. Von Januar bis März lieferte Volkswagen weltweit 2,05 Millionen Fahrzeuge aus, was einem Rückgang von vier Prozent entspricht. Während die Verkäufe in Nordamerika und China zweistellig einbrachen, erwies sich Europa als robuster Stützpfeiler. Hier verzeichneten die Wolfsburger ein leichtes Absatzplus.
Bei den reinen Elektroautos verfehlte der Konzern das Vorjahresniveau knapp. Ein wachsender Auftragseingang bei den Stromern liefert indes Grund für leichten Optimismus. Volkswagen verteidigt in Europa seine Rolle als deutlicher E-Auto-Marktführer. Um parallel im harten chinesischen Wettbewerb zu bestehen, plant der Autobauer allein im laufenden Jahr die Einführung von mehr als 20 elektrifizierten Modellen.
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Aktie unter Druck
An der Börse spiegeln sich diese operativen Herausforderungen spürbar wider. Die Vorzugsaktie beendete die Handelswoche bei 87,30 Euro und notiert damit nah an ihrem Jahrestief. Seit Januar summiert sich der Kursverlust auf knapp 18 Prozent. Ein gewisses Polster bietet die geplante Dividende von 5,26 Euro je Aktie, die im Juni zur Abstimmung steht.
Am 30. April legt Volkswagen die vollständigen Finanzzahlen für das erste Quartal vor. Dieser Bericht liefert den ersten echten Härtetest des Jahres. Dann muss das Management beweisen, ob die laufenden Sparprogramme die schwache Nachfrage in den Kernmärkten auffangen können. Das definierte Ziel für die operative Konzernmarge im Gesamtjahr liegt bei 4,0 bis 5,5 Prozent.
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