Volkswagen Aktie: China-Offensive und Milliardenverkauf

Volkswagen lanciert Elektromarke Jetta in China, während Porsche dort starke Absatzeinbrüche verzeichnet. Gleichzeitig prüft der Konzern den milliardenschweren Verkauf seiner Dieselsparte Everllence.

Volkswagen Aktie
Kurz & knapp:
  • Markteinführung von Elektro-Jetta für 2026 geplant
  • Porsche-Absatz in China um 26 Prozent eingebrochen
  • Konzern prüft Verkauf der Dieselsparte Everllence
  • Strategische Neuausrichtung mit Fokus auf China

Volkswagen startet einen neuen Anlauf im schwierigen chinesischen Markt – ausgerechnet dort, wo Konzerntochter Porsche gerade massiv Federn lassen muss. Die Wolfsburger bringen gemeinsam mit Partner FAW die Marke Jetta offiziell an den Start. Im dritten Quartal 2026 soll das erste Elektromodell der neuen Marke präsentiert werden, die Markteinführung ist für das vierte Quartal geplant.

Der Zeitpunkt erscheint gewagt: Porsche musste 2025 in China einen Absatzeinbruch von 26 Prozent auf nur noch 41.900 Fahrzeuge hinnehmen. Das war der vierte Rückgang in Folge. Zum Vergleich: 2021 verkaufte die VW-Tochter noch fast 95.700 Sportwagen in der Volksrepublik. Als Hauptgründe nennt Porsche die zusammengebrochene Nachfrage nach Luxusprodukten und den brutalen Wettbewerb bei E-Modellen.

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Porsche-Zahlen verhageln die Gesamtbilanz

Die Porsche-Misere zieht sich durch alle Regionen: In Deutschland brachen die Auslieferungen um 16 Prozent ein, im restlichen Europa um 13 Prozent. Nur Nordamerika hielt mit 86.200 Auslieferungen das Vorjahresniveau. Insgesamt verkaufte Porsche 2025 rund 279.400 Fahrzeuge – ein Zehntel weniger als 2024. Fast die Hälfte des Rückgangs geht allein auf China zurück.

Vertriebsvorstand Matthias Becker bleibt dennoch gelassen: Die Entwicklung entspreche den Erwartungen. Auch die Modellpalette bereitet Sorgen – 718 und Verbrenner-Macan laufen aus, direkte Nachfolger gibt es nicht. Ein E-Modell von Cayman und Boxster verzögert sich, auf einen neuen Verbrenner-Macan müssen Kunden wohl noch länger warten.

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Everllence-Verkauf als Geldsegen?

Doch wie reagiert Volkswagen auf die angespannte Lage? Mit einem potenziellen Milliardengeschäft. Die Wolfsburger prüfen den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an ihrer Schwerdiesel-Sparte Everllence. Mehrere Finanzinvestoren stehen bereits Schlange, die Bewertung soll hoch ausfallen. Der Deal könnte Teil des großen Spar- und Umbauprogramms im Konzern werden.

Die strategische Neuausrichtung läuft auf Hochtouren: Einerseits der mutige China-Vorstoß mit Jetta in einem brutal umkämpften Markt, andererseits der Rückzug aus weniger profitablen Geschäftsbereichen. Ob diese Strategie aufgeht, wird sich zeigen müssen – die Porsche-Zahlen liefern jedenfalls eine deutliche Warnung, wie schnell sich Märkte drehen können.

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