In den USA zieht Volkswagen bei seiner Elektrostrategie die Reißleine. Nach einem massiven Absatzeinbruch beim Hoffnungsträger ID.4 stellt der Konzern die lokale Fertigung ein. Der Standort in Tennessee baut künftig wieder ausschließlich Verbrenner.
Subventionsende bremst ID.4 aus
Die neuesten Marktzahlen für das US-Geschäft lesen sich verheerend. Im abgelaufenen Berichtszeitraum verkaufte Volkswagen lediglich 338 Einheiten des vollelektrischen Modells. Das entspricht einem Rückgang von 96 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hauptgrund für diesen Stillstand ist das Auslaufen der US-Steuergutschriften. Ohne den Preisvorteil von 7.500 US-Dollar hat das Fahrzeug gegen die Konkurrenz von Tesla und chinesischen Marken einen schweren Stand.
Rolle rückwärts in Chattanooga
Die Konsequenz folgt auf dem Fuß. Bis Mitte April beendet VW die ID.4-Produktion im Werk Chattanooga im Bundesstaat Tennessee. Damit verschwindet das einzige in den USA gefertigte Elektroauto der Marke vom Band.
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An seine Stelle rücken die benzinbetriebenen Modelle Atlas und Atlas Cross Sport. Der Fokus liegt nun auf Volumen und Profitabilität. Die Belegschaft wechselt weitgehend an die Verbrenner-Linien, flankiert von Altersteilzeitangeboten.
Globale Baustellen belasten den Kurs
Dieser Rückzug fügt sich in ein größeres Bild. Im ersten Quartal sanken die weltweiten Elektro-Auslieferungen der Gruppe um acht Prozent. Besonders die Kernmärkte USA und China schwächeln massiv. Der operative Gewinn des Gesamtkonzerns brach zuletzt um mehr als die Hälfte ein, was den Druck auf Markenchef Thomas Schäfer deutlich erhöht.
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Entsprechend nervös reagiert der Markt. Die Volkswagen-Aktie notiert am Montag bei 90,16 Euro und verliert damit knapp zwei Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Abschlag auf 15 Prozent. Der Kurs rutscht infolgedessen weiter unter die wichtige 50-Tage-Linie.
Während in Nordamerika der Stecker gezogen wird, steuert das Management in Europa gegen. Der neue ID.3 Neo erhält nach massiver Kundenkritik wieder echte Tasten statt reiner Touch-Flächen. Ende April präsentiert Volkswagen die offiziellen Quartalszahlen. Dann müssen die Auslieferungen in Westeuropa belegen, dass sie die tiefen Risse im Übersee-Geschäft zumindest teilweise kitten können.
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