Volkswagen liefert im ersten Quartal 2026 rund 2,05 Millionen Fahrzeuge aus — vier Prozent weniger als im Vorjahr. Hinter dieser Zahl verbergen sich Einbrüche, die in ihrer Schärfe überraschen. Vor allem im Elektrosegment zweier Schlüsselmärkte laufen die Zahlen aus dem Ruder.
Elektro-Desaster in China und den USA
In China brachen die BEV-Auslieferungen um 63,8 Prozent auf 9.400 Einheiten ein. Die Gesamtauslieferungen im Reich der Mitte sanken um 14,8 Prozent. Noch drastischer ist das Bild in den USA: Die Elektroverkäufe des Konzerns stürzten dort um 80,1 Prozent auf gerade einmal 4.000 Einheiten ab. Der ID.4 verkaufte sich mit 338 Einheiten um 95,6 Prozent schlechter als im Vorjahreszeitraum. Audi und Porsche litten ähnlich — minus 89,6 beziehungsweise minus 70,6 Prozent im US-Elektrosegment.
Die Gesamtauslieferungen in den USA fielen um 20,5 Prozent. Kein Wunder, dass die Aktie seit Jahresbeginn rund 15 Prozent verloren hat und derzeit knapp unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt bei rund 97 Euro notiert.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Volkswagen?
Europa hält dagegen — vorerst
Nicht alle Märkte enttäuschen. In Europa stiegen die Auslieferungen um 4,7 Prozent auf 983.800 Fahrzeuge. Deutschland legte um 4,8 Prozent zu. Die europäischen BEV-Auslieferungen wuchsen um 11,5 Prozent auf 176.400 Einheiten. Das ist ein echter Lichtblick — reicht aber nicht aus, um die Schwäche in Asien und Amerika zu kompensieren.
Rivian als Technologiebrücke
Volkswagen setzt auf externe Hilfe, um technologische Rückstände aufzuholen. Die bereits bestätigte Milliarden-Investition in den US-Hersteller Rivian zielt auf eine gemeinsame Softwarearchitektur für zukünftige Fahrzeugplattformen ab. Das Joint Venture bereitet aktuell Referenzfahrzeuge für Wintertests vor. Das erste Serienmodell mit dieser Architektur soll 2027 auf den Markt kommen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Volkswagen?
Reicht das aus, um die Wettbewerbslücke in China und den USA zu schließen? Volkswagen braucht dort dringend Antworten — und zwar schneller als 2027.
Einen kleinen juristischen Erfolg vermeldet der Konzern nebenbei: Das Landgericht Hamburg untersagte deutschen Händlern im März 2026, Graumarktimporte des ID.6 Crozz aus China unter dem VW-Markennamen zu vertreiben.
RBC-Analyst Tom Narayan hält an seiner „Outperform“-Einstufung mit Kursziel 135 Euro fest. Er rechnet zwar mit einem schwächeren operativen Ergebnis, sieht aber Potenzial beim Netto-Cashflow. Zwischen aktuellem Kurs und Kursziel liegt eine Lücke von rund 49 Prozent — die Frage ist, welche Quartalszahlen nötig sind, um sie zu schließen.
Volkswagen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Volkswagen-Analyse vom 15. April liefert die Antwort:
Die neusten Volkswagen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Volkswagen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Volkswagen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


