Volkswagen Aktie: Einigung fraglich?

Trotz positiver Analystenstimme und Kostensenkungserfolgen leidet die Volkswagen-Aktie unter neuen US-Zollandrohungen und einem durchwachsenen Absatzjahr 2025.

Volkswagen Aktie
Kurz & knapp:
  • Berenberg hebt Kursziel an, bestätigt Kaufempfehlung
  • Neue US-Zölle ab Februar bedrohen europäische Exporte
  • Elektroautoabsatz steigt in Europa, bricht in China ein
  • Gesamtverkäufe und Nutzfahrzeugtochter Traton rückläufig

Die VW-Aktie gerät unter Druck – und das gleich von mehreren Seiten. Während die Privatbank Berenberg ihr Kursziel von 113 auf 118 Euro anhebt und die Kaufempfehlung bestätigt, scheint der Markt eine andere Sprache zu sprechen. Die neuen Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen acht europäische Länder, darunter Deutschland, setzen dem Konzern zusätzlich zu. Schon ab Februar sollen die Zölle greifen.

Die Analysten von Berenberg loben zwar die Fortschritte bei der Umsetzung des Restrukturierungsplans. VW habe „vollständig“ auf die Senkung der Fixkosten gesetzt, um Produktionsineffizienzen zu begegnen. Die eingeleiteten Maßnahmen unterstützen sichtbar die Margen bei den VW-Kernmarken. Doch reicht das aus?

Neue E-Förderung bringt keine Erleichterung

Die Bundesregierung hat die E-Förderung neu aufgelegt. Bis zu 6.000 Euro können Gering- und Mittelverdiener für einen Stromer oder Hybrid als Umweltförderung beantragen. Das Jahreseinkommen darf bei Haushalten ohne Kinder 80.000 Euro nicht überschreiten, mit Kindern sind es 90.000 Euro. Reine E-Autos bezuschusst der Staat mit einer Basisförderung von 3.000 Euro.

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Was sich zunächst positiv anhört, fand an der Börse nur wenig Anklang. Automobilaktien mündeten in eine 2- bis 3-prozentige Korrektur. Der Grund: Die Rechnung ist ein Null-Summen-Spiel. Der deutsche Automobilmarkt wird weiterhin von Verbrenner-Technologie dominiert. Wer zur E-Prämie greift, versüßt sich den Umstieg auf den Stromer – gleichzeitig fehlt der Kauf eines neuen Verbrenners in der Vertriebsliste.

Absatzzahlen zeigen gemischtes Bild

Die Jahresbilanz 2025 offenbart ein durchwachsenes Ergebnis. Der VW-Konzern lieferte weltweit 983.100 E-Fahrzeuge aus – fast ein Drittel mehr als 2024. In Europa ging es sogar um 66 Prozent nach oben, in China dagegen um 44 Prozent abwärts. Deutsche Hersteller scheinen aktuell nicht konkurrenzfähig zu chinesischen Anbietern.

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Der Gesamtabsatz des Konzerns sank um 0,5 Prozent auf 8,98 Millionen Fahrzeuge im Gesamtjahr und um 4,9 Prozent auf 2,38 Millionen im vierten Quartal. Auch Audi (-2,9 Prozent), die Marke Volkswagen Pkw (-1,4 Prozent) und Porsche (-10,1 Prozent) verzeichneten rückläufige Absätze. Gegen den Trend erzielten Skoda und Seat/Cupra ein deutliches Plus von 12,7 Prozent auf 1,04 Millionen beziehungsweise 5,0 Prozent auf 586.300 Fahrzeuge.

Tochter Traton bricht ein

Besonders schwer trifft es die Nutzfahrzeuge-Tochter Traton. Die Aktie verlor zeitweise über vier Prozent und gehörte damit zu den drei schwächsten Titeln im MDAX. Die Verkäufe in der Markengruppe Trucks/Traton, die MAN, Scania und Volkswagen Truck & Bus umfasst, sanken um 8,6 Prozent auf 305.600 Einheiten. Im vierten Quartal stand ein Rückgang um 8,8 Prozent auf 81.000 Fahrzeuge zu Buche. Eine wichtige Unterstützung wurde wieder unterschritten.

Die Unsicherheit im Automobilsektor bleibt hoch. Trotz der Restrukturierungserfolge lastet der zunehmende Wettbewerbsdruck auf dem Konzern. Ausländische Anbieter könnten am Ende das Rennen machen – auch bei der neuen E-Förderung.

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