Die Botschaft aus Washington kam am Freitag über Truth Social und traf die Aktionäre deutscher Autobauer noch vor dem Wochenende. Donald Trump kündigte eine drastische Anhebung der Zölle auf Fahrzeuge aus der EU an – von 15 auf 25 Prozent. Mit dem Hinweis, die EU halte die im vergangenen Sommer getroffenen Handelsabsprachen nicht ein, begründete der US-Präsident seinen Schritt. Für Volkswagen und die anderen deutschen Hersteller beginnt die Woche mit einer handfesten Belastung.
Die Reaktion der Märkte ließ nicht lange auf sich warten. Die VW-Aktie gab am Montag um rund ein Prozent nach, die Papiere von BMW und Mercedes verloren sogar mehr als zwei Prozent. Der gesamte europäische Automobilsektor geriet unter Druck.
Vorteil für Produktion in den USA
Ein entscheidendes Detail sticht hervor: Wer seine Fahrzeuge in den USA produziert, bleibt von der Zollerhöhung verschont. Genau hier liegt der Hebel für die Wolfsburger. Das Unternehmen betreibt mit dem Werk in Chattanooga, Tennessee, bereits eine Produktionsstätte auf amerikanischem Boden – ein Trumpf in der aktuellen Lage. Die Marke Audi hat in Mexiko ein weiteres Werk, das ebenfalls in die USA exportieren kann.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Volkswagen?
Werksleiter in Deutschland bekommen derweil wenig Grund zur Freude. Die internen Kostenziele für die Standorte Emden und Hannover wurden im ersten Quartal verfehlt, wie das Handelsblatt berichtete. Volkswagen strebt an, die Fabrikkosten in Europa von über 4.000 auf etwa 3.000 Euro je Fahrzeug zu senken. Die US-Zölle machen diese Aufgabe nicht einfacher.
Scharfe Reaktionen aus Berlin und Brüssel
Die EU-Kommission stellte umgehend Gegenmaßnahmen in Aussicht. Man behalte sich alle Optionen vor, um die eigenen Interessen zu schützen, hieß es aus Brüssel. Wirtschaftsforscher warnen vor einem möglichen Handelskrieg, der Deutschland 2026 in eine Rezession stürzen könnte, sollten beide Seiten weiter eskalieren.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Volkswagen?
Berechnungen des Center Automotive Research aus Bochum beziffern die zusätzlichen Belastungen für die deutsche Autoproduktion auf jährlich rund 2,5 Milliarden Euro. Die US-Zölle treffen vor allem die Hersteller, die einen großen Teil ihrer Fahrzeuge nach Nordamerika exportieren.
Die VW-Aktie wird sich in den kommenden Tagen daran messen lassen müssen, wie glaubwürdig die Trump-Administration ihre Ankündigung umsetzt. Einige Beobachter weisen darauf hin, dass Ankündigungen auf Social Media noch lange kein geltendes Recht sind.
Volkswagen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Volkswagen-Analyse vom 4. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Volkswagen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Volkswagen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Volkswagen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


