Volkswagen Aktie: Neue EU-Regeln setzen unter Druck

Neue EU-Leitlinien begünstigen chinesische Autobauer und erhöhen den Wettbewerbsdruck auf VW, dessen weltweite Auslieferungen 2025 leicht rückläufig waren.

Volkswagen Aktie
Kurz & knapp:
  • EU-Regeln ermöglichen Umgehung von China-Zöllen
  • Weltweite VW-Auslieferungen 2025 leicht gesunken
  • Starke Verkaufseinbrüche auf Märkten China und USA
  • Konzern setzt 2026 auf neue Elektro-Modelle

Die Volkswagen-Aktie geriet am Montag unter erheblichen Verkaufsdruck und verlor 1,3 Prozent. Verantwortlich dafür waren neue Leitlinien der EU-Kommission, die chinesischen Autoherstellern einen Weg zur Umgehung der 2024 eingeführten Zusatzzölle aufzeigen – und die Wettbewerbssituation für europäische Hersteller damit weiter verschärfen könnten.

Brüssel öffnet China die Tür

Die EU-Kommission ermöglicht chinesischen E-Auto-Herstellern nun, durch die Festsetzung von Mindestpreisen die Strafzölle zu vermeiden. Zusätzlich werden Investitionszusagen in der EU oder eine Begrenzung der Exporte positiv bewertet. Was auf den ersten Blick nach einem Kompromiss aussieht, könnte sich für Volkswagen als weiterer Nachteil entpuppen.

Citigroup-Analyst Harald Hendrikse bezeichnete die Vereinbarung als „großen Sieg für chinesische Hersteller“. Zwar könnte die Regelung VW helfen, in China produzierte Autos günstiger in die EU zu exportieren. Doch der Konkurrenzdruck durch chinesische Marken in Europa dürfte sich dadurch massiv verstärken – mit direkten Folgen für die ohnehin unter Druck stehenden europäischen Produktionskapazitäten.

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Schwache Absatzzahlen belasten zusätzlich

Zeitgleich legte der Konzern seine Verkaufszahlen für 2025 vor – und die fielen ernüchternd aus. Weltweit lieferte VW 8,98 Millionen Fahrzeuge aus, ein Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Kernmarke VW verzeichnete mit 4,73 Millionen Auslieferungen sogar ein Minus von 1,4 Prozent.

Regional zeigt sich ein gespaltenes Bild: Während die Auslieferungen in Europa um 5,1 Prozent zulegten und VW seine Marktführerschaft dort behauptete, brachen die Verkäufe in China um 8,4 Prozent ein. Nordamerika entwickelte sich mit einem Minus von 8,2 Prozent ebenfalls schwach – ein deutliches Zeichen für die Auswirkungen der US-Zölle. Einzig Südamerika bot mit einem Plus von 18,5 Prozent einen Lichtblick.

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China bleibt das größte Problem

Besonders schmerzhaft für Volkswagen: Der Rückgang auf dem wichtigsten Einzelmarkt China setzt sich fort. Analyst Hendrikse betonte, dass die neue EU-Regelung den europäischen Herstellern auf dem chinesischen Markt nicht helfen werde. Es sei „unvermeidbar“, dass VW und andere dort weitere Marktanteile verlieren.

Optimismus für 2026 trotz Gegenwind

Trotz der Herausforderungen gibt sich der Konzern für das laufende Jahr kämpferisch. VW-Vertriebsvorstand Martin Sander rechnet zwar mit einem „anspruchsvollen Marktumfeld“, verwies aber auf das erneuerte Produktportfolio. Allein in China will VW 2026 mehr als zehn neue elektrifizierte Modelle auf den Markt bringen.

Ob das ausreicht, um den Abwärtstrend zu stoppen? Die Kombination aus verschärftem Wettbewerb in Europa, anhaltendem Druck in China und schwächelndem US-Geschäft lässt Zweifel aufkommen. Die Börse jedenfalls reagierte am Montag mit klarer Skepsis.

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