Weltpremieren im Wochentakt, bestandene Softwaretests, Milliarden für ein Joint Venture mit Rivian — Volkswagen liefert dieser Tage technologische Erfolgsmeldungen am Fließband. Der Aktienkurs zeigt sich davon bislang unbeeindruckt. Seit Jahresbeginn verlor die Vorzugsaktie rund 19 Prozent und notiert mit 86,30 Euro nicht weit vom 52-Wochen-Tief entfernt.
China als Wachstumswette
Auf der Volkswagen Group Night in Peking präsentierte der Konzern am 6. April seine bislang größte Elektrooffensive für den chinesischen Markt. Vier Weltpremieren standen auf dem Programm: das in nur 24 Monaten gemeinsam mit Xpeng entwickelte ID.UNYX, das erste vollelektrische ID.AURA von FAW-Volkswagen, das erste elektrische Showcar der Marke Jetta sowie das Exterieur-Debüt des Audi E7X als zweites Serienmodell der China-exklusiven Marke.
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Allein 2026 will der Konzern über 20 neue elektrifizierte Fahrzeuge auf den Markt bringen — Plug-in-Hybride und Range-Extender eingeschlossen. Ab sofort soll im Schnitt alle zwei Wochen ein neues Modell folgen. Vorstandsmitglied Ralf Brandstätter betont, dass das komplette Produktportfolio für China in weniger als 36 Monaten neu entwickelt wurde.
SDV-Meilenstein mit finanziellen Folgen
Parallel läuft die Softwaretransformation. Das Joint Venture RV Tech, das Volkswagen gemeinsam mit Rivian betreibt, hat die Wintertests seiner zonalen SDV-Architektur erfolgreich abgeschlossen — erprobt unter anderem an Referenzfahrzeugen des ID.EVERY1 in Phoenix und im schwedischen Arjeplog. Das ist mehr als ein technischer Haken auf einer Checkliste: Der bestandene Meilenstein bringt Rivian einer weiteren Finanzierungstranche von einer Milliarde US-Dollar näher. Volkswagen hatte Ende 2024 zugesagt, bis 2027 insgesamt bis zu 5,8 Milliarden US-Dollar in Rivian und das Joint Venture zu investieren. Ab 2027 soll die Architektur in Serienfahrzeugen zum Einsatz kommen.
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Zahlen liefern den Gegenwind
Die Fortschrittsmeldungen treffen auf ein belastetes Zahlenwerk. Das operative Ergebnis brach 2025 um mehr als die Hälfte auf 8,9 Milliarden Euro ein, der Nettogewinn sank von 12,4 auf 6,9 Milliarden Euro. Für 2026 stellt der Konzern bestenfalls drei Prozent Umsatzwachstum und eine operative Marge zwischen 4,0 und 5,5 Prozent in Aussicht — kein Fundament, das Kursphantasie befeuert.
Ob die China-Offensive und die SDV-Fortschritte mittelfristig greifen, wird sich am 30. April zeigen: Dann legt Volkswagen die Q1-Zahlen vor. Im Fokus steht dabei, ob Porsche und Audi die Margenverluste im Volumengeschäft tatsächlich abfedern konnten. Analysten sehen den fairen Wert der Vorzugsaktie im Schnitt bei 118 Euro — aktuell ist das noch weit entfernt.
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