Volkswagen Aktie: Wellen der Unruhe!

Volkswagen startet den Vorverkauf des überarbeiteten ID.3 Neo als Auftakt einer breiten Einstiegs-Offensive. Während die Elektro-Auslieferungen in Europa wachsen, brechen die Verkäufe in den USA und China massiv ein.

Volkswagen Aktie
Kurz & knapp:
  • Vorverkaufsstart des überarbeiteten ID.3 Neo
  • Starke regionale Unterschiede bei Absatzzahlen
  • Massiver Absatzeinbruch in den USA und China
  • Weitere erschwingliche E-Modelle bis 2027 geplant

Starke Zahlen in Europa, einbrechende Verkäufe in Übersee — bei Volkswagen klaffen die regionalen Entwicklungen weit auseinander. Genau in diese fragile Phase fällt nun der Vorverkaufsstart des ID.3 Neo am heutigen Donnerstag. Der überarbeitete Kompakt-Stromer markiert den Auftakt einer breiten Modelloffensive, mit der die Wolfsburger im Einstiegssegment Boden gutmachen wollen. An der Börse reagiert die Aktie verhalten und notiert bei 89,74 Euro leicht im Minus.

Neues Einstiegssegment nimmt Form an

Der ID.3 Neo geht mit einem frischen Frontdesign und aufgewertetem Innenraum ins Rennen. Die größte Batterievariante ermöglicht eine Reichweite von bis zu 630 Kilometern. Im Herbst 2026 folgt der nächste Schritt. Volkswagen bringt mit dem ID.Cross einen vollelektrischen Kompakt-SUV auf den Markt, der als elektrische Alternative zum Bestseller T-Cross fungiert.

Der Einstiegspreis soll bei rund 28.000 Euro liegen. Produziert wird der Fünfsitzer im spanischen Werk Navarra, das als zentrale Exportdrehscheibe für Europa dient. Damit positioniert sich das Modell preislich deutlich unterhalb des ID.4.

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Absatzkrise in den USA und China

Diese neuen Modelle sind dringend nötig, wie der Blick auf die jüngsten Quartalszahlen zeigt. In Europa behauptet der Konzern seine Elektro-Marktführerschaft und verzeichnete ein Auslieferungsplus von 12 Prozent. Der reine Batterie-Anteil in Westeuropa kletterte auf 20 Prozent.

Außerhalb des Heimatmarktes wachsen die Herausforderungen. In China ließen ausgelaufene Förderprogramme die Elektro-Auslieferungen um 64 Prozent einbrechen. Noch härter trifft es das US-Geschäft. Erhöhte Zölle drückten den Absatz dort um 80 Prozent nach unten.

Besonders der ID.4 leidet massiv unter dem Wegfall der US-Steuergutschriften. Die Verkäufe brachen um fast 96 Prozent auf magere 338 Einheiten ein. Konsequenterweise hat Volkswagen die Produktion des Modells im Werk Chattanooga kürzlich gestoppt.

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Verbrenner stützen das Geschäft

Ein Lichtblick bleibt der allgemeine Auftragseingang. Neue Verbrenner- und Hybridmodelle wie der VW T-Roc oder der Porsche Cayenne Electric treiben die Nachfrage. Der konzernweite Auftragseingang stieg um drei Prozent, bei reinen Elektroautos steht ein Plus von vier Prozent in den Büchern.

Dennoch spiegelt der Aktienkurs die operativen Baustellen wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier gut 15 Prozent an Wert verloren. Mit der aktuellen Notierung bewegt sich die Aktie gefährlich nah am 52-Wochen-Tief von 85,34 Euro.

Der Fahrplan für die Volumensegmente steht fest. Neben dem ID.Cross folgen bis 2027 drei weitere erschwingliche Elektromodelle, darunter der ID.Polo und der ID.EVERY1. Die ersten konkreten Signale für die Marktakzeptanz dieser Preisoffensive liefert nun der angelaufene Vorverkauf des ID.3 Neo.

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