Weltweit ringt Volkswagen mit Überkapazitäten und streicht Stellen. In Niedersachsen ticken die Uhren anders. Ministerpräsident Olaf Lies bekräftigte am Wochenende eine Standortgarantie für das Werk in Emden. Das Land nutzt seine 20 Prozent der Stimmrechte. Die Zusage sichert rund 7.700 Arbeitsplätze.
Neue Modelle für leere Hallen
VW-Chef Oliver Blume schließt Werksschließungen nicht länger aus. Standorte wie Hannover, Zwickau und Neckarsulm kämpfen mit hohen Betriebskosten. Um die Bänder in Europa auszulasten, bringt Aufsichtsrat Lies eine ungewöhnliche Idee ins Spiel. Volkswagen könnte künftig in China entwickelte Modelle in heimischen Werken produzieren.
Der Kostendruck zwingt den Konzern zum Handeln. Die Folge: Im chinesischen Werk Hefei ruht die Produktion teilweise bis zu 14 Stunden täglich. Parallel dazu verliert VW auf dem deutschen Heimatmarkt an Boden. Die neue Elektroauto-Prämie nützt vor allem ausländischen Herstellern wie BYD. Der Marktanteil deutscher Autobauer bei E-Autos sank im März auf 56 Prozent.
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Luxuskrise und schwacher Aktienkurs
Auch im margenstarken Oberklasse-Segment wächst der Gegenwind. Der chinesische Luxusmarkt brach laut Konzernkreisen massiv ein. Neue lokale Rivalen überholten im ersten Quartal 2026 etablierte Modelle wie den Porsche Cayenne.
An der Börse hinterlässt die unsichere Lage tiefe Spuren. Die Vorzugsaktie beendete den Freitagshandel bei 87,30 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf rund 18 Prozent. Damit notiert das Papier gefährlich nahe an seinem 52-Wochen-Tief von 85,34 Euro.
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Trotz der operativen Hürden sehen Analysten teils enormes Aufwärtspotenzial. Die Spanne der Kursziele fällt extrem breit aus:
- Warburg Research: 151 Euro (Buy)
- RBC: 131 Euro (Outperform)
- Goldman Sachs: 97 Euro (Neutral)
- UBS: 90 Euro (Neutral)
Am 30. April muss das Management Farbe bekennen. Dann veröffentlicht Volkswagen die Zahlen zum abgelaufenen Quartal. Marktbeobachter erwarten konkrete Informationen zu möglichen Abschreibungen auf die US-Produktion des ID.4. Parallel tagt der Aufsichtsrat. Auf der Agenda stehen die Kapazitätsplanung und die vorgeschlagene Wiederwahl von Hans Dieter Pötsch.
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