Der schwedische Nutzfahrzeughersteller hat am Mittwoch seine Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt – und die fallen durchwachsen aus. Der bereinigte Betriebsgewinn sank um 9 Prozent auf 12,8 Milliarden Schwedische Kronen. Unterm Strich blieb ein Nettogewinn von 9,6 Milliarden Kronen übrig, verglichen mit 10,7 Milliarden im Vorjahresquartum. Der Umsatz brach um knapp 11 Prozent auf 123,8 Milliarden Kronen ein.
Dennoch übertrafen die Resultate die Erwartungen der Analysten deutlich. Der Konsens hatte lediglich mit einem operativen Ergebnis von 11,5 Milliarden Kronen gerechnet. Verantwortlich für die positive Überraschung: drastisch reduzierte Konzernkosten von nur 215 Millionen Kronen, während ein Jahr zuvor noch 1,1 Milliarden zu Buche standen.
Nordamerika-Geschäft bricht ein
Die regionalen Unterschiede könnten kaum größer sein. Während die Auftragseingänge in Europa um solide 12 Prozent zulegten, stürzte das Nordamerika-Geschäft um 22 Prozent ab. Ein alarmierendes Signal für den wichtigen US-Markt.
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Das Lkw-Segment, traditionell das Kerngeschäft, generierte Erlöse von 85,3 Milliarden Kronen – ein Minus von 11 Prozent. Immerhin lag die operative Marge bei 9,5 Prozent und damit über den prognostizierten 9,2 Prozent. Die Auslieferungen gingen um 3 Prozent zurück, während Preis- und Mixeffekte die Erträge um rund 8 Prozent belasteten.
Besonders stark traf es das Baumaschinengeschäft: Die Erlöse schrumpften um 16 Prozent auf 18,7 Milliarden Kronen. Doch hier gelang die Überraschung – die Profitabilität schoss auf 13,9 Prozent hoch, verglichen mit mageren 11,7 Prozent im Vorjahr.
Kassensturz enttäuscht Investoren
Der operative Cashflow fiel um 20 Prozent auf 19,3 Milliarden Kronen. Über das Gesamtjahr betrachtet halbierte sich der Mittelzufluss nahezu – von 45,3 Milliarden auf nur noch 21,8 Milliarden Kronen. Eine deutliche Verschlechterung der Liquiditätslage.
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Die vorgeschlagene Dividende von 13 Kronen je Aktie bleibt hinter den Erwartungen zurück. Analysten hatten mit 14,50 Kronen gerechnet. Die ordentliche Ausschüttung steigt zwar auf 8,50 Kronen, doch die Sonderdividende wurde von 10,50 auf nur noch 4,50 Kronen zusammengestrichen.
Prognose angehoben – aber reicht das?
Für 2026 erhöhte der Konzern seine Marktprognose für Europa von 295.000 auf 305.000 Einheiten. Auch für Nordamerika wurde die Erwartung von 250.000 auf 265.000 Fahrzeuge nach oben korrigiert – ein Plus von etwa 3 Prozent. Brasilien hingegen wurde deutlich nach unten revidiert: Statt 86.000 werden nur noch 75.000 Einheiten erwartet, ein Rückgang um 13 Prozent.
Jefferies gibt zu bedenken: Der Konsens kalkuliert mit einem Umsatzwachstum von 2 Prozent im Lkw-Geschäft – möglicherweise 2 bis 4 Prozentpunkte zu niedrig angesetzt. Beim bereinigten Betriebsgewinn erwarten Analysten 55 Milliarden Kronen, was einem Anstieg von 6,5 Milliarden oder 13 Prozent entspräche. Dabei sind bereits Währungsbelastungen von 2 Milliarden und zusätzliche Forschungskosten von 1 Milliarde eingepreist.
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