Die Vonovia-Aktie stabilisiert sich im heutigen Handel, während in Berlin ein neues Risiko entsteht. Das Bundeskabinett plant massive Streichungen beim Wohngeld. Für den Immobilienkonzern bedeutet das handfeste Gefahren bei der Zahlungssicherheit.
Am Montag brachte die Regierung den harten Gesetzentwurf auf den Weg. Ab dem Jahr 2027 sinken die Ausgaben für das Wohngeld um 1,5 Milliarden Euro. Im Folgejahr streicht der Staat sogar jährlich zwei Milliarden Euro.
Die geplanten Änderungen treffen viele Mieter direkt:
* Rund ein Drittel der Haushalte verliert den Wohngeldanspruch komplett.
* Die für das Jahr 2027 geplante Anpassung an die Inflation fällt aus.
* Der Staat halbiert die finanzielle Unterstützung für die Heizkosten.
Fällt das Wohngeld weg, wechseln viele Haushalte in die kommunale Grundsicherung. Die Folge: Für Vonovia steigt das Risiko von Mietrückständen.
Erholung auf dem Prüfstand
An der Börse überwiegt aktuell eine kurzfristige Gegenbewegung. Das Papier notiert heute bei 22,46 Euro und kletterte im vergangenen Monat um fast 14 Prozent. Die langfristige Trendwende steht allerdings noch aus. Der Kurs liegt weiterhin rund sieben Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Investoren blicken nun auf die Absicherung der Dividende. Eine aktuelle Rendite von 5,5 Prozent wirkt attraktiv. Die Streichungen im Bundeshaushalt belasten die private Kaufkraft der Mieter jedoch massiv.
Vonovia muss weiterhin hohe Investitionen in den Klimaschutz stemmen. Schrumpfen parallel dazu die staatlichen Hilfen, verengt sich der finanzielle Spielraum des Konzerns. Die Wohngeld-Kürzungen greifen ab dem 1. Januar 2027. Setzt die Regierung diesen Sparkurs fort, drohen den großen Bestandshaltern spürbare Bremsspuren bei den Einnahmen.
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