Vonovia hat heute ein neues 52-Wochen-Tief markiert. Die Aktie notiert bei 20,89 Euro — ein Minus von 30 Prozent gegenüber dem Höchststand von Mitte Juni 2025. Die Bezugsaktien-Ausgabe ist abgeschlossen, die Eigenkapitalbasis gestärkt. Trotzdem verkauft der Markt.

848 Millionen Stimmrechte nach Kapitalerhöhung

Der Konzern hat die Ausgabe neuer Bezugsaktien formal abgeschlossen. Die Gesamtzahl der Stimmrechte steigt auf 848.431.053 Aktien. Die Maßnahme dient der Bilanzoptimierung und stärkt die Eigenkapitalbasis.

Für Anleger ist die neue Stimmrechtsbasis relevant für Meldeschwellen und künftige Hauptversammlungen. Das Management verfolgt konsequent das Ziel, den Verschuldungsgrad bis 2028 auf rund 40 Prozent zu senken.

Kursverfall trotz Analystenoptimismus

Die Aktie verliert seit Monaten. Binnen sieben Tagen minus 3,3 Prozent, binnen 30 Tagen minus 6,5 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Verlust von 13,4 Prozent zu Buche. Das volatile Zinsumfeld belastet die Bewertungen im Immobiliensektor.

Investmentbanken sehen das anders. Erst am Wochenstart bekräftigten Analysten ihre Kaufempfehlungen. Die Kursziele liegen bei über 34 Euro — mehr als 60 Prozent über dem aktuellen Niveau. Die Begründung: starke Vermietungsquote von 98 Prozent, Potenzial bei Zusatzleistungen, solide operative Basis.

Deleveraging bleibt Kernziel

Für 2026 bestätigt Vonovia seine Prognose. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 2,95 und 3,05 Milliarden Euro liegen. Das bereinigte Periodenergebnis wird auf 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro geschätzt.

Der Fokus liegt auf Schuldenabbau. Portfolioverkäufe laufen, größere Zukäufe sind nicht geplant. Das Mietwachstum in Ballungsräumen stabilisiert die Erträge. Die Halbjahreszahlen folgen voraussichtlich im August.