Nach fünf Krisenjahren zeichnet sich Hoffnung für den deutschen Wohnungsmarkt ab. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) prognostiziert für 2026 erstmals wieder ein Wachstum des Bauvolumens um 1,7 Prozent, gefolgt von 3,4 Prozent im Jahr 2027. Eine Entwicklung, die auch für Vonovia von erheblicher Bedeutung sein dürfte.
Die Talsohle scheint durchschritten. Vor allem die Stabilisierung der Baupreise und Zinsen treibt die Erholung an. Der Wohnungsneubau soll 2026 um 2,4 Prozent zulegen, 2027 dann kräftig um 6,1 Prozent. Für Deutschlands größten Wohnungskonzern könnte das eine spürbare Entspannung der Marktlage bedeuten.
Mieten steigen doppelt so stark wie Inflation
Die Zahlen verdeutlichen den Druck: Ende 2025 kletterten die Mieten in Städten um gut vier Prozent – doppelt so stark wie die Inflation. Verantwortlich dafür ist der stockende Wohnungsbau der vergangenen Jahre. Nach dem Ukraine-Krieg waren die Zinsen und Baukosten explodiert, private Bauherren und Investoren legten Pläne auf Eis. Die Folge: verschärfte Wohnungsknappheit in Ballungsräumen.
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Doch kann die prognostizierte Belebung am Bau die angespannten Märkte wirklich entspannen? Staatliche Milliardeninvestitionen in Infrastruktur und Klimaneutralität sollen die Branche ankurbeln. Das DIW erwartet, dass das Bauvolumen 2027 erstmals über 600 Milliarden Euro liegt – knapp ein Achtel der deutschen Wirtschaftsleistung.
Gewinnbringende Untermiete auf dem Prüfstand
Parallel verschärft sich die juristische Debatte um Mietpraktiken. Der Bundesgerichtshof verhandelt über einen brisanten Fall: Darf ein Mieter aus Berlin für eine Zweizimmerwohnung, für die er selbst 460 Euro zahlt, 962 Euro von Untermietern verlangen? Die Vermieterin hatte gekündigt, das Landgericht Berlin stufte den Zuschlag als unverhältnismäßig hoch ein – zumal die Mietpreisbremse maximal 748 Euro erlaubt hätte.
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Die Richter bezweifelten in der Verhandlung die Rechtmäßigkeit solcher Gewinnmodelle. Untermieten sollen Mietern ermöglichen, ihre Wohnung während eines Auslandsaufenthalts zu halten und Kosten zu decken – nicht, ein lukratives Geschäft daraus zu machen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig plant, möbliertes Wohnen stärker zu regulieren. Der Entwurf sieht einen Möblierungszuschlag von maximal fünf Prozent der Nettokaltmiete vor.
Preisrisiko durch Kapazitätsengpässe
Die DIW-Studie warnt jedoch vor einem Risiko: Sollten spezialisierte Baufirmen durch die massiven staatlichen Investitionen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, könnte dies den Preisauftrieb erneut befeuern und die Erholung bremsen. Damit die Fördermilliarden nicht in steigenden Preisen verpuffen, müsse die zuletzt gesunkene Produktivität in der Bauwirtschaft dringend steigen. Eine Taskforce zur Koordination der öffentlichen Investitionen sei nötig, so die Forscher.
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