Starke Vermietungsquoten und ein wachsendes operatives Ergebnis prägen das Geschäft von Vonovia. An der Börse spielt das aktuell nur eine Nebenrolle. Der Immobilienkonzern hängt am Tropf der Europäischen Zentralbank. Am 30. April entscheidet die Notenbank erneut über die Leitzinsen.
Milliardenfälligkeiten drücken auf den Kurs
Die andauernde Zinspause der EZB belastet den Sektor. Für die Bochumer hat das hohe Zinsniveau direkte Konsequenzen. Bis Ende 2027 werden Anleihen im Volumen von über fünf Milliarden Euro fällig. Die teure Anschlussfinanzierung schmälert die Gewinne.
Das Management reagiert mit einem strikten Bilanzumbau. Bis 2028 soll die Schuldenquote auf rund 40 Prozent sinken. Dafür plant der Vorstand Immobilienverkäufe im Wert von zwei Milliarden Euro. Der Fokus liegt auf Gewerbe- und Pflegeobjekten.
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Fundamentaldaten trotzen dem Zinsumfeld
Operativ läuft das Geschäft rund. Ein massiver Wohnungsmangel in deutschen Großstädten sichert eine stabile Nachfrage. Die Vermietungsquote liegt bei fast 98 Prozent. Im abgelaufenen Jahr steigerte Vonovia das bereinigte operative Ergebnis um sechs Prozent auf 2,8 Milliarden Euro.
Analysten erkennen diese Stabilität an. Goldman Sachs belässt die Aktie auf „Buy“. Analyst Jonathan Kownator lobt den schnelleren Schuldenabbau. Wegen der hohen Zinsen senkte er das Kursziel allerdings auf 32,10 Euro.
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Am Aktienmarkt spiegelt sich diese Zuversicht nur bedingt wider. Mit einem aktuellen Kurs von 23,51 Euro notiert das Papier gut acht Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Immerhin: Auf Monatssicht steht ein Plus von knapp elf Prozent. Der Kurs hat sich vom Märztief merklich erholt.
Wichtige Termine im Mai
Nach dem Zinsentscheid der EZB folgen rasch weitere Impulse. Der Mai bringt für Aktionäre zwei konkrete Ereignisse:
- 7. Mai: Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das erste Quartal.
- 26. Mai: Geplante Auszahlung der Dividende von 1,25 Euro je Aktie.
Der kommende Quartalsbericht liefert Details darüber, ob der operative Cashflow die gestiegenen Finanzierungskosten weiterhin ausgleicht. Die zur Hauptversammlung vorgeschlagene Ausschüttung erfolgt vollständig aus dem steuerlichen Einlagekonto. Inländische Aktionäre zahlen darauf keine Kapitalertragsteuer.
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