Auf einer Mietenkonferenz in Leipzig-Grünau geriet Vonovia am Wochenende massiv in die Kritik. Mieterverbände werfen dem Immobilienkonzern vor, Renditen systematisch über Bewohnerinteressen zu stellen. Für CEO Luka Mucic kommt der politische Gegenwind zur Unzeit. Der Dax-Konzern steht vor wochenlangen Belastungsproben an den Finanzmärkten.
Zinsdruck belastet den Aktienkurs
An der Börse spiegelt sich die Nervosität wider. Die Aktie ging am Freitag bei 22,96 Euro aus dem Handel und verläuft damit spürbar unter der wichtigen 200-Tage-Linie. Ein RSI-Wert von 18,5 unterstreicht die aktuell stark überverkaufte Situation.
Den Auftakt des Stresstests markiert der EZB-Zinsentscheid am 30. April. Vonovia reagiert mit einem Immobilienportfolio von rund 84 Milliarden Euro äußerst empfindlich auf steigende Kapitalkosten. Marktbeobachter preisen inzwischen das Risiko von bis zu zwei weiteren Zinserhöhungen bis Jahresende ein.
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In den kommenden beiden Jahren werden Anleihen im Wert von über fünf Milliarden Euro fällig. Das Management steuert bereits mit Yen-Bonds und Euro-Anleihen gegen, um die Verschuldungsquote weiter zu drücken.
Solides Fundament, tiefe Bewertung
Operativ präsentiert sich das Unternehmen derweil robust. Im vergangenen Jahr kletterte das bereinigte operative Ergebnis auf 2,8 Milliarden Euro. Die Vermietungsquote liegt bei fast 98 Prozent. Für das laufende Jahr peilt der Vorstand einen weiteren Gewinnanstieg an.
Trotz dieser Stabilität kämpft der Konzern mit einem massiven Bewertungsabschlag. Der Nettoinventarwert beläuft sich auf gut 46 Euro je Aktie. An der Börse wird das Bochumer Unternehmen aktuell nur mit der Hälfte dieses Substanzwertes gehandelt.
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Dividende und Quartalszahlen im Fokus
Am 7. Mai präsentiert Vonovia die Zahlen für das erste Quartal. Im Fokus stehen das Mietwachstum und der Fortschritt beim Schuldenabbau durch Portfolioverkäufe. Zwei Wochen später, am 21. Mai, folgt die Hauptversammlung.
Dort stimmen die Aktionäre über eine vorgeschlagene Dividende von 1,25 Euro je Anteilsschein ab. Die Ausschüttung ist als Kapitalrückzahlung deklariert. Beim Zufluss fällt somit keine Abgeltungsteuer an, allerdings mindert die Zahlung die steuerlichen Anschaffungskosten der Aktie.
Enttäuschen die anstehenden Quartalszahlen oder stocken die Immobilienverkäufe, droht der Aktie ein rascher Test des jüngsten 52-Wochen-Tiefs bei knapp 21 Euro. Überzeugen die Daten hingegen, bietet der immense Abschlag zum Substanzwert eine fundamentale Basis für eine Gegenbewegung. Bis zur Hauptversammlung Ende Mai herrscht Klarheit über den operativen Kurs.
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