76 Millionen Euro in einem einzigen Quartal — Vulcan Energy Resources hat mit dem Bau seines Lionheart-Lithiumprojekts in der Pfalz das Tempo drastisch erhöht. Das erste vollständige Berichtsquartal seit Baubeginn zeigt, wie viel Geld ein solches Großprojekt verschlingt. Und die Hauptversammlung am 28. Mai in Perth dürfte keine entspannte Veranstaltung werden.
Cashreserven schmelzen, Bau läuft
Von 523 Millionen Euro Anfang 2026 sind bis Ende März noch 364 Millionen übrig. Die 76 Millionen Euro flossen vor allem in den Lionheart-Aufbau: ORC-Kraftwerksanlage, Grundstückskäufe, Meilensteinzahlungen an Auftragnehmer. Hinzu kommen rund 63 Millionen Euro in Sicherheitshinterlegungen und gesperrten Mitteln — Kapital, das kurzfristig nicht verfügbar ist.
Zum Vergleich: Im Vorquartal lagen die operativen Ausgaben noch bei 7,2 Millionen Euro, hauptsächlich für Personal und Entwicklung. Die Beschleunigung ist damit keine graduelle — sie ist ein Sprung um das Zehnfache.
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Lapsende Performance Rights werfen Fragen auf
Parallel zum Cashburn sorgt eine interne Governance-Meldung für Gesprächsstoff. CEO Cris Moreno und CFO Felicity Gooding ließen Ende März insgesamt 413.811 Aktienrechte der Klasse VULAC verfallen — die zugehörigen Vesting-Bedingungen wurden nicht erfüllt. Das verhindert zwar eine Verwässerung auf dem aktuell niedrigen Kursniveau, signalisiert aber, dass bestimmte interne Meilensteine verfehlt wurden.
Auf der operativen Seite laufen die Arbeiten indes weiter. Der fünfte Produktionsbrunnen LSC-1 wurde von der konzerneigenen Bohrtochter Vercana erfolgreich abgeteuft — Lithiumgehalt, Temperatur und Reservoirqualität sollen die Planungsannahmen erfüllen oder übertreffen. Die Vorbereitungen für die erste Befüllung der Lithiumextraktionssäulen mit dem hauseigenen Sorptionsmittel VULSORB laufen an.
Financial Close als nächster Schlüsselmoment
Der entscheidende nächste Schritt ist der sogenannte Financial Close — der formale Auslöser für die Auszahlung der Fremdfinanzierung. Vulcan erwartet diesen im zweiten Quartal 2026. Damit würden knapp 1,2 Milliarden Euro an vorrangigen Darlehen freigeschaltet, ergänzt durch staatliche Zuschüsse von 204 Millionen Euro.
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Rückenwind kommt von mehreren Seiten: Die EU hat Lionheart als strategisches Projekt eingestuft, Rheinland-Pfalz verzichtet bis Ende 2030 auf Lithiumförderabgaben. Stellantis hat sich für zehn Jahre mit 128.000 Tonnen als Abnehmer verpflichtet — rund 72 Prozent der vertraglich gesicherten Volumina sind zu Festpreisen oder mit Preisuntergrenze abgesichert.
Aktie erholt sich, bleibt aber unter Druck
Die Vulcan-Aktie schloss zuletzt bei 2,32 Euro — rund 42 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 3,98 Euro. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,2 liegt weit unter dem Peer-Durchschnitt von 5,8, was den anhaltenden Skeptizismus des Markts gegenüber dem Ausführungsrisiko widerspiegelt.
Auf der Hauptversammlung am 28. Mai steht neben dem Projektfortschritt auch die formelle Wahl von Roberto Gallardo in den Aufsichtsrat an. Gallardo ist Chefstratege von Hochtief, das im Dezember 2025 mit rund 169 Millionen Euro bei Vulcan eingestiegen ist und seither 15,4 Prozent der Anteile hält. Wie das Management die Finanzierungsstrategie vor den Aktionären verteidigt, wird zeigen, ob das Vertrauen in den Zeitplan — Produktionsstart 2028 — noch trägt.
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