Vulcan Energy: 72% Produktionsvolumen vertraglich gesichert

Vulcan Energy startet Bau der Lithiumfabrik in Frankfurt, erhält Steuererleichterungen in Rheinland-Pfalz und legt am 29. April die Quartalszahlen vor.

Vulcan Energy Aktie
Kurz & knapp:
  • Baubeginn der Lithiumchemiefabrik
  • Steuerbefreiung in Rheinland-Pfalz
  • Quartalszahlen am 29. April
  • Aktie fällt trotz Fortschritten

Politischer Rückenwind, ein feierlicher Spatenstich und neue Lieferverträge prägten die Woche bei Vulcan Energy. An der Börse klaffen operative Fortschritte und Kursrealität aktuell weit auseinander. Am Freitag brach die Aktie um über 14 Prozent ein. Der anstehende Quartalsbericht rückt nun die nackten Zahlen in den Mittelpunkt.

Startschuss in Frankfurt

Im Industriepark Höchst haben die Bauarbeiten für die zentrale Lithiumchemiefabrik begonnen. Prominente Gäste wie Hessens Ministerpräsident Boris Rhein unterstrichen beim Spatenstich die politische Bedeutung der heimischen Rohstoffgewinnung. Die Anlage wandelt künftig Lithiumchlorid per Elektrolyse in Lithiumhydroxid um.

In der ersten Ausbaustufe peilt das Unternehmen eine Jahreskapazität von 24.000 Tonnen an. Das reicht für rund eine halbe Million Elektroauto-Batterien. Parallel dazu liefert die Anlage erneuerbaren Strom und Wärme für die Region.

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Ein neuer Ausrüstungsvertrag mit dem französischen Spezialisten Mersen flankiert den Baustart. Eine geplante Anlage soll Chlor und Energie aus dem Produktionsprozess zurückgewinnen. Das senkt Kosten und verbessert die Umweltbilanz des gesamten Vorhabens.

Steuergeschenk und Projektfinanzierung

In Rheinland-Pfalz profitiert das Unternehmen von einer regulatorischen Erleichterung. Das Bundesland befreit die dortige Lithiumförderung bis Ende 2030 von der Förderabgabe. Dieser Schritt entlastet die geplante Produktion und stützt die Cashflow-Prognosen des kapitalintensiven Projekts.

Die Finanzierung des Vorhabens ruht auf einem breiten Fundament. Ein Konsortium aus 13 Banken stellt Fremdkapital in Höhe von knapp 1,2 Milliarden Euro bereit. Hinzu kommen staatliche Fördermittel und Eigenkapital von strategischen Partnern. Abnahmeverträge mit Konzernen wie Stellantis, LG und Glencore sichern bereits 72 Prozent der geplanten Produktionsmenge für das erste Jahrzehnt ab.

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Fokus auf den Cashflow

Trotz der operativen Meilensteine reagiert der Markt nervös. Zum Wochenausklang fiel die Aktie auf 2,30 US-Dollar zurück. Die annualisierte Volatilität von über 114 Prozent spiegelt die hohe Unsicherheit der Investoren wider.

Am 29. April legt Vulcan Energy die Zahlen für das erste Quartal vor. Der Fokus verschiebt sich von der gesicherten Finanzierung auf die harte Realität der Projektausführung. Im Vorquartal lagen die operativen Ausgaben bei 7,2 Millionen Euro. Inzwischen laufen die Bohrarbeiten an den Standorten Schleidberg und Trappelberg auf Hochtouren.

Die anstehende Bilanz wird erste Hinweise auf die tatsächliche Kostenentwicklung im laufenden Betrieb liefern. Am 28. Mai folgt die Hauptversammlung. Dort erhalten Aktionäre die Gelegenheit, das Management direkt zu den Zeitplänen und dem Kapitalbedarf zu befragen.

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