Rund 2,2 Milliarden Euro – so hoch ist das Finanzierungspaket für das Lionheart-Projekt von Vulcan Energy. Diese Woche gab das Unternehmen den finalen Abschluss bekannt. Damit steht das Kapital für den Bau der ersten Phase der integrierten Lithium- und Erneuerbaren-Anlage im Oberrheingraben bereit.
24.000 Tonnen Lithium pro Jahr
Das Finanzierungspaket kombiniert Kredite und Eigenkapital auf Projekt-, Tochter- und Konzernebene. Unterstützt wird es von einem Konsortium aus europäischen und deutschen Förderbanken, Geschäftsbanken sowie strategischen Industriepartnern. Mit dem Abschluss kann Vulcan die Mittel nun planmäßig abrufen.
Das Lionheart-Projekt zielt auf eine Jahresproduktion von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat – genug für rund 500.000 Elektroauto-Batterien. Parallel dazu sollen jährlich 275 Gigawattstunden Strom und 560 Gigawattstunden Wärme aus Geothermie erzeugt werden, die lokal genutzt werden. Die Anlage ist auf 30 Jahre Betriebsauslegung.
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Kurs reagiert mit Wochenplus von zehn Prozent
Die Aktie profitierte sichtlich von der Nachricht. Über die Woche gewann der Titel gut zehn Prozent hinzu und schloss am Freitag bei 2,39 Euro – ein Tagesplus von 6,5 Prozent. Der RSI liegt bei 4,4, ein Signal extremer Überverkauftheit. Die annualisierte Volatilität der vergangenen 30 Tage beträgt 67 Prozent.
Derzeit notiert die Aktie rund 40 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 3,98 Euro, aber 33 Prozent über dem Tief von 1,80 Euro. Der 200-Tage-Durchschnitt von 2,60 Euro bleibt als mittelfristige Hürde bestehen.
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Von der Entscheidung zur Umsetzung
Der Schritt vom Final Investment Decision 2025 zur „fundierten Finanzierung“ verändert das Risikoprofil des Projekts grundlegend. Das Unternehmen setzt auf die eigene VULSORB-Technologie, die Lithium aus geothermalen Thermalwässern gewinnt. CFO Felicity Gooding zufolge liegt der Fokus nun auf dem Erreichen der Nennkapazität und der Einhaltung des Budgets während des Baus.
Analysten bewerten das Projekt angesichts der vollständig kontrahierten Abnahmeverträge und seiner strategischen Bedeutung für die europäische Lithium-Souveränität positiv. Die nächsten entscheidenden Schritte sind Baufortschritte im Oberrheingraben und die laufenden Geothermie-Bohrungen – sie entscheiden darüber, ob Vulcan den Zeitplan und die Kostenziele einhalten kann.
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