Rheinland-Pfalz befreit Vulcan Energy von Förderzinsen — ein konkreter Kostenvorteil für das Lionheart-Projekt, das sich gerade im Aufbau befindet. Die Befreiung gilt zunächst bis Ende 2030 und greift damit genau in der kritischen Anlaufphase der Produktion.
Regulatorischer Rückenwind mit Substanz
Die Entscheidung basiert auf Paragraph 32.2 des Bundesberggesetzes und folgt einem Muster, das in der Region nicht neu ist: Geothermie-Projekte profitieren seit 2009 von einer vergleichbaren Ausnahmeregelung. Für Vulcan, das Lithiumgewinnung und erneuerbare Geothermie in einem integrierten Modell verbindet, ist das kein Zufall — sondern ein struktureller Vorteil gegenüber klassischen Bergbauprojekten.
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CEO Cris Moreno wertet den Schritt als Beleg dafür, dass Landespolitik und Industrie an einem Strang ziehen. Das Lionheart-Projekt trägt bereits den Status eines Strategischen Projekts unter dem EU Critical Raw Materials Act — die Royalty-Befreiung festigt diese Einordnung weiter.
Was Lionheart leisten soll
Das Projekt zielt auf eine Jahresproduktion von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat — rechnerisch genug für rund 500.000 Elektrofahrzeugbatterien. Hinzu kommen 275 GWh erneuerbare Strom- und 560 GWh Wärmeproduktion pro Jahr über eine geplante Projektlaufzeit von 30 Jahren. Tatsächliche Bohrarbeiten sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen, der kommerzielle Produktionsstart ist für 2028 angesetzt.
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Marktreaktion verhalten, Blick auf den 29. April
An der Börse fiel die Reaktion gemischt aus. Auf Tradegate legte die Aktie 2,71 Prozent auf 2,27 Euro zu, während sie auf Xetra leicht um 0,54 Prozent auf 2,21 Euro nachgab. An der ASX kletterte der Kurs auf 3,74 australische Dollar — ein Plus von mehr als 14 Prozent im Monatsvergleich.
Das gedämpfte Kursplus überrascht wenig: Die Royalty-Befreiung verbessert die Projektökonomie, löst aber nicht die offene Frage nach dem weiteren Kapitalbedarf. Seit der finalen Investitionsentscheidung im Dezember 2025 mit einem Finanzierungspaket von 2,2 Milliarden Euro ist das Projekt formell gesichert — wie sich die Baukostenentwicklung seither auf den operativen Cashflow auswirkt, zeigt erst der Quartalsbericht am 29. April 2026. Im Vorquartal lagen die operativen Mittelabflüsse bei 7,2 Millionen Euro, getrieben durch Personal- und Entwicklungskosten. Mit zunehmender Bauaktivität auf mehreren Standorten dürfte dieser Wert kaum gesunken sein. Am 28. Mai folgt die Hauptversammlung als nächster Termin im Kalender.
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